Die Gemeinderäte diskutierten über fünf Nutzungsmöglichkeiten, die in einem Bürgergutachten und einem Resonanzworkshop erarbeitet worden waren. An vorderster Stelle wurde dabei eine "Generationenschule" genannt, während "OTELO" - ein offenes Technologie-Labor - die Schule als Wohngebäude mit Sportangebot, als Sportgaststätte oder als Schullandheim auf den nächsten Plätzen landeten.
Bürgermeisterin Gertrud Bühl (FW) erinnerte daran, dass die Gemeinde Breitbrunn als einzige in Unterfranken auf dem Marktplatz der Generationen von Büros begleitet werde, um mit Workshops zu einer Zielfindung zu kommen. Diese Ergebnisse würden nun dem Gemeinderat vorgestellt.
Eine endgültige Entscheidung sei damit nicht gefällt und frühestens könnte mit der Erstellung des Haushaltsplanes weitere Schritte getroffen werden.

Programm bis 2016

Ines Riermeier vom Institut "IPOS" (Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision) betonte, dass es beim "Marktplatz der Generationen" das Ziel sei, kleinere Kommunen zu unterstützen. Das Programm laufe bis Mitte des Jahres 2016.
Dabei gebe es für die alte Schule folgende Nutzungsszenarien:
1. Die alte Schule als Generationenschule, als ein Begegnungszentrum für Jung und Alt und zentrale Anlauf- und Begegnungsstätte.
2. Die alte Schule als "Offenes Technologie-Labor" (OTELO), in dem Aktivitäten in den Bereichen Technik, Medien, Handwerk und Kunst möglich sein sollen.
3. Die Schule als Wohngebäude mit Begegnungsraum und Sportangebot. Das bedeute einen Teilumbau der alten Schule zu barrierefreien Singlewohnungen, Raum für sportliche Betätigung, zusätzlich zur Turnhalle, einen Gemeinschaftsraum bzw. ein kleines Café.
4. Die alte Schule als Sportgaststätte. Die Gaststätte hätte eine Verbindung zum Sportangebot der angrenzenden Turnhalle oder dem Einbau einer Kletterwand.
5. Abriss. Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich auch, das Gebäude abzureißen, weil es hier zuwenig Parktplätze gebe. Für ein Schullandheim gebe es keinen Bedarf.
Moderator Leo Baumfeld meinte, dass die Bürgerempfehlung ganz klar eine "Generationenschule" sei, der Gemeinderat müsse diese aber nicht aufgreifen.

Abriss am billigsten

Gemeinderat Robert Melber (FW) meinte, die billigste und kostengünstigste Lösung wäre alles abzureißen. "Ich verstehe auch die Leute nicht, die eine Sportgaststätte wollen. Die haben wir doch schon, Manche Leute begreifen das anscheinend nicht." Michael Lang (UK) sprach den bisherigen Problemlösungsprozess und die Auswahl der Bürger an. "Elf Bürger sind für mich nicht repräsentativ und kein Spiegelbild der Bevölkerung. Dabei von einer Bürgerempfehlung zu sprechen, ist schon ein besonderer Spagat."
Baumfeld meinte, dass man ja nicht bei Null begonnen habe und er sich eine größere Beteiligung beim Resonanzworkshop erwartet hätte.
Christine Kuchenmeister (CSU) sah die Generationenschule als eine gute Idee an. Trotzdem stehe sie dem Ganzen wegen der Kosten skeptisch gegenüber. Sie setze deswegen mehr auf Projekte mit Wohnen. Manfred Wolf (FW) dachte in die gleiche Richtung."

Kein Träger

Robert Melber stellte fest, dass der Vorschlag von betreutem Wohnen überhaupt nicht auftauche. Hierzu informierte Bürgermeisterin Bühl, dass sie im Gespräch mit der Caritas gewesen sei und man damals sogar zwölf Wohneinheiten in die Turnhalle eingezeichnet hatte. Anke Schäflein vom Caritas-Kreisverband habe sich das durchaus vorstellen können. Ines Riermeier ergänzte, dasses für eine ambulant betreute Wohngemeinschaft keinen Träger gebe.
Moderator Baumfeld forderte die Gemeinderäte auf, bis zur Entscheidung auch das Gespräch mit anderen Bürgern zu suchen.
Das Gremium befasste sich dann mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2281 durch Kottendorf. Bürgermeisterin Gertrud Bühl trug dabei den Wunsch des Straßenbauamtes vor, in diesem Zusammenhang einen neuen Gehsteig vom Ortsende bis zum Friedhof zu errichten und zwar auf Seite des Friedhofes. Eine Kostenschätzung beläuft sich auf 18 000 Euro. Die Kosten müsse jedoch die Gemeinde allein tragen.
In Zusammenhang mit dieser Maßnahme gab es weitere Wünsche wie die Verlegung der Telefonleitung in das Erdreich. Hier rechne man mit Kosten von insgesamt 20 000 Euro, welche die Gemeinde zu tragen hätte. Der Gemeinderat beschloss außerdem sieben Vierkantleuchten für 16 578 Euro anzuschaffen.

Neuer Weg zum Friedhof

Eine längere Diskussion kam noch einmal auf hinsichtlich des neuen Gehweges zum Friedhof. Michael Lang sah Probleme, wenn neben dem neuen Weg auch der untere Gehweg am Spielplatz vorbei bestehen solle. Dadurch könnten Bürger weiter diesen Weg zum Friedhof außerhalb der Ortschaft überqueren. Er plädierte deswegen beim alten Gehweg für eine "Sackgasse". Manfred Wolf zeigte sich skeptisch. Es stelle sich die Frage, wie viele Leute denn zum Friedhof laufen. Schlee (FW) meinte man sollte hier dem Vorschlag der Fachleute des Straßenbauamtes folgen. Dies wurde dann auch mit einer Gegenstimme so beschlossen.