"Ich wollte eigentlich übers Wetter witzeln, aber ich lass' das jetzt, man weiß ja nicht, wie es noch wird." Mit diesen Worten empfing Bürgermeister Oskar Ebert (FW) am Samstag die Teilnehmer zur Herbstwanderung der "Fünf-Sterne"-Gemeinden im Rauhenebracher Gemeindeteil Geusfeld.

Der Tour war bestes Wanderwetter beschert - zwar kein strahlender Sonnenschein, aber sehr angenehme Temperaturen. Rund 300 Wanderfreunde konnten den frühherbstlichen Steigerwald und die Gastfreundschaft der Rauhenebracher in vollen Zügen genießen.

Die "Fünf Sterne" sind die fünf Steigerwald-Kommunen Eltmann, Rauhenebrach, Sand, Oberaurach und Knetzgau. Jedes Jahr richtet eine andere Gemeinde die Herbstwanderung aus; heuer war Rauhenebrach an der Reihe, und in Geusfeld waren der Start und das Ziel.

Es gibt langjährige Fans der "Fünf-Sterne"-Wanderung und jedes Jahr auch "Frischlinge". Dazu zählten in Geusfeld der neue Eltmanner Notar Florian Berger, der neue Leiter des Vermessungsamtes in Schweinfurt, Gerhard Hartmann, und der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Fahn vom Untermain.

Zum 21. Mal dabei war am Samstag Werner Schneider. Als einstiger Knetzgauer Bürgermeister gehörte er zu den "Gründervätern" dieser Wanderung, die die Bevölkerung der "Fünf-Sterne"-Gemeinden enger zusammenbringen sollte. Und auch heute im Ruhestand lässt er es sich nicht nehmen, am ersten Samstag nach den Sommerferien die Wanderschuhe zu schnüren. Viele Gespräche ergeben sich, manche "Dauerläufer" treffen sich genau einmal im Jahr, immer zur "Fünf-Sterne"-Tour.

Für die amtierenden Bürgermeister ist es Ehrensache mitzuwandern. So waren Thomas Sechser, Michael Ziegler, Bernhard Ruß und Willi Fuß mit von der Partie. Sie genießen den Termin im Herbst. Michael Ziegler musste diesmal allerdings ausscheren, denn er wurde bei der Übergabe der Kläranlage in Eltmann gebraucht.

Immer dabei, aber heuer erstmals als Wanderer, war Reinhold Graser aus Tretzendorf. 20 Jahre lang zählte er zu den vielen Helfern, die für die reibungslose Verpflegung der Wanderer sorgen. In den letzten Jahren führte er seinen Sohn Johannes in diese Aufgabe ein, und heuer übergab er das Helferamt endgültig an den Filius. Natürlich stand er dennoch als "Springer" an der Wasser- und Schnaps-Station parat - "falls es eng wird", zwinkerte er.

Die Wanderwarte der "Fünf Sterne" hatten eine reizvolle Strecke ausgewählt, und natürlich war dafür gesorgt, dass niemand "auf der Strecke" blieb. Wanderwart Günther Göpfert übernahm die "Nachhut" für den Fall, dass jemand sich den Fuß vertritt oder gesundheitliche Probleme bekommt. Doch gerade die älteren Wanderer erweisen sich als besonders fit.

Mit Steigerwälder Brotzeit, Sander Wein, Eltmanner Bier und Softdrinks aus Knetzgau wurden die Wanderer bestens versorgt. Am Ziel duftete es vom Grill, und sogar Schweinebraten mit Wirsing und Kloß hatte der Sportclub Geusfeld vorbereitet. Nach gut elf Kilometern durch das Tal der Rauhen Ebrach schmeckte es allen bestens, und auch die dunklen Wolken, die noch am frühen Nachmittag über Geusfeld gezogen waren, verschwanden wieder. Die Wanderer duschten erst daheim.