Veterinäramt Haßberge warnt vor Hitze-Folgen für Haus- und Nutztiere
Autor: Redaktion
LKR Haßberge, Dienstag, 23. Juni 2026
Das Veterinäramt Haßberge warnt vor den Gefahren der aktuellen Hitze für Tiere und gibt Tipps für Tierhalter und Landwirte.
Angesichts der aktuellen Hitzewelle mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius warnt das Veterinäramt Haßberge Tierhalter eindringlich davor, die Auswirkungen der extremen Wärme auf ihre Tiere zu unterschätzen. Sowohl Haus- als auch Nutztiere benötigen bei diesen Wetterbedingungen besonderen Schutz und Aufmerksamkeit.
Haustiere nicht im Auto lassen – Lebensgefahr!
Schon wenige Minuten im geparkten Auto können für Hunde und andere Tiere lebensgefährlich werden. "Ein Auto kann sich in kürzester Zeit auf über 60 Grad aufheizen – auch bei leicht geöffnetem Fenster. Das ist für Tiere eine tödliche Falle", warnt Dr. Bogdahn, Mitarbeiter des Veterinäramts. Wer ein Tier bei dieser Hitze im Fahrzeug zurücklässt, handelt nicht nur verantwortungslos, sondern macht sich unter Umständen auch strafbar (§ 17 Tierschutzgesetz).
Allgemeine Tipps für Haustierbesitzer:
- Immer frisches Wasser bereitstellen - idealerweise an mehreren Stellen
- Keine Spaziergänge in der Mittagshitze - besser frühmorgens oder spätabends
- Pfotenschutz beachten: Asphalt kann sich stark aufheizen und schmerzhafte Verbrennungen verursachen
- Kühle Rückzugsorte schaffen, z. B. durch Ventilatoren oder feuchte Tücher
Die anhaltende Hitzeperiode stellt auch die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Nutztiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Geflügel reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen und können rasch unter Hitzestress leiden.
Empfehlungen für landwirtschaftliche Tierhalter:
- Ausreichende Wasserversorgung sicherstellen - Tränken regelmäßig kontrollieren
- Lüftung in Stallanlagen überprüfen und ggf. verbessern
- Beschattung von Ausläufen und Weideflächen gewährleisten
- Transportzeiten bei Tieren möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen
- Verhaltensänderungen oder Krankheitssymptome wie Hecheln, Schwäche oder Fressunlust frühzeitig erkennen und tierärztlich abklären lassen