Der Knetzgauer Carneval-Verein begeistert das Premierenpublikum mit dem Stück "Es irrt der Mensch ...". Noch drei Mal ist die Komödie zu sehen.
Frei nach Goethes Faust: "Es irrt der Mensch ... " heißt das Stück, das die Theatergruppe des Knetzgauer Carneval-Vereins im November im Schützenhaus
Knetzgau präsentiert. Bei der Premiere am Wochenende liefen die Akteure zur Hochform auf und begeisterten das Publikum, das sich mit reichlichem Beifall bedankte.
Die "Neuen", Kristin Leicht und Simone Voit, verstanden es vorzüglich, sich in die Gruppe der "alten Schauspielhasen" gekonnt einzubringen, um so den Dreiakter von Bernd Gombold authentisch herüberzubringen.
Die Geschichte spielt in einer zunächst heruntergekommenen Dorfkneipe, die im Laufe der Spieldauer aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Dem sehr von sich überzeugten Bürgermeister Richard Schnösel (Andreas Geisel) ist die heruntergekommene Kneipe "Zur eisernen Faust" samt Wirt Johannes Wärter (Daniel Düring) schon lange ein Dorn im Auge.
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Schnösel möchte den Schandfleck am liebsten kaufen und abreißen, um dort Parkplätze für das neue Rathaus anlegen zu können. Der Wirt weigert sich jedoch, die Kneipe zu verkaufen.
Gegenwind für den Bürgermeister
Mit hinterlistigen Tricks und mit Unterstützung seines Kumpels und Gemeinderates Florian Brenner (Andreas Holgersson) setzt der Bürgermeister den Wirt unter Druck und droht ihm sogar mit Zwangsenteignung. Unterstützung erfährt der Wirt lediglich durch seinen Stammgast, den Obdachlosen Willi (Bernd Linsner), und die resolute Putzfrau Rosi (Patricia Lindner), die dem Bürgermeister mit ihrer frechen Art immer wieder Paroli bietet.
Auf dem Dachboden der Kneipe entdeckt Rosi eine Kiste mit seltsamen Papieren und Handschriften.
Ob diese Kiste hilfreich ist, um den Abriss des Wirtshauses zu verhindern, erfährt der Zuschauer durch witzige und turbulente Szenen, die für allerlei Überraschungen sorgen. In weiteren Rollen stehen Kristin Leicht, Simone Voit und Sieglinde Holgersson auf der Bühne. Als "Flüstertüte" sorgt Marion Maier für einen reibungslosen Verlauf. Als "Stylistin" zaubert Rosemarie Köhler den künstlerischen Blickfang, um Ton und Technik kümmert sich Roland Riedl, und für das ansprechende Bühnenbild zeichnet Heinrich Lindner verantwortlich. Weitere Vorstellungen folgen am kommenden Wochenende, Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr. Karten für die Vorstellungen sind noch an der Abendkasse erhältlich.
Jubilare auf der Bühne
Vereine leben davon, dass sich die Mitglieder in ihrem Ehrenamt einsetzen und engagieren.
Auch für die Theatergruppe des Knetzgauer Carneval-Vereins bedarf es viel Engagements. Dafür dankte KCV-Vorsitzender Mario Pfaff drei Jubilaren, die seit 15 Jahren viel Zeit für dieses Ehrenamt opfern.
Patricia Lindner, Ehefrau von Bühnenbauer Heinrich Lindner, läuft alle Jahre in Charakterrollen als Magd, Putzfrau, Wahrsagerin oder Bäuerin auf. Zudem unterstützt sie die Theatersprecherin bei der Suche nach neuen Stücken.
Marion Maier wird liebevoll nur "Flüstertüte" genannt. Als Souffleuse meistert sie seit 15 Jahren all die kleinen Hindernisse mit Bravour und Einfallsreichtum.
In allen Rollen
Bernd Linsner ist nicht nur ein begnadeter Tüftler beim Bau des Faschingswagens. In jeder noch so schweren Rolle brilliert er, sei es als Penner, geplagter Ehemann, als Feuerwehrmann oder auch als Bürgermeister.