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Tierheim Haßberge äußert schlimmen Verdacht nach Hunde-Fund


Autor: Anton Knorr

Knetzgau, Donnerstag, 08. Oktober 2026

In Knetzgau wurden Ende September drei Hunde gefunden. Bislang blieb die Suche nach einem Besitzer erfolglos – das Tierheim Haßberge hat eine traurige Vermutung.
Mit Filz überzogen wurden die drei Hunde ins Tierheim Haßberge gebracht.


"Bitte teilt diesen Beitrag deutschlandweit, da wir davon ausgehen, dass sie nicht aus unserer Gegend kommen", erklärt das Tierheim Haßberge. Am 27. September 2026 brachte die Polizei drei Hunde in die Einrichtung. Die Tiere waren gefunden worden und ihre Informationen wurden in eine Ortsgruppe gestellt, um den Besitzer zu finden – jedoch ohne Erfolg. 

Die drei kamen verfilzt, unterernährt  und in "extrem schlechtem Pflegezustand" ins Tierheim. Noch immer fehlt jede Spur von dem Halter des Trios, weshalb die Tierheimleitung, Britta Merkel, im Gespräch mit inFranken.de eine traurige Vermutung äußert. 

"Wohl ausgesetzt": Tierheim Haßberge hat Hunde-Trio aufgenommen

Da die drei Hunde in der Ortsgruppe nicht bekannt waren und nur einer der drei Hunde einen rumänischen Chip hat, der obendrein nicht registriert ist, ist sich Merkel fast sicher: "Die Autobahn ist direkt um die Ecke, deswegen vermute ich stark, dass sie wohl ausgesetzt wurden". Bei den Hunden handelt es sich um ein Weibchen und zwei Rüden. Da sich beim Alterscheck des Tierarztes herausstellte, dass sie alle zwischen eineinhalb und zwei Jahre alt sind, vermutet die Tierheimleiterin, dass es sich bei dem Trio um Geschwister handelt. 

Mittlerweile hören die Hunde auf die Namen Karla, Kalle und Karl, wie das Tierheim am Mittwoch (7. Oktober 2026) in einem Update erklärt. Demnach wurden in der Zwischenzeit auch ihre "massiven Filzplatten" entfernt, um ihnen mehr Bewegungsfreiheit zu garantieren. "Durch ihre Vorgeschichte geprägt sind unsere Schützlinge noch skeptisch Menschen gegenüber, aber langsam bricht das Eis und sie dürfen lernen, dass nicht alle Menschen ihnen etwas Böses wollen", heißt es weiter.

Zur Vermittlung stehen die drei Hunde jedoch noch nicht, wie Britta Merkel erklärt. "Die drei müssen erst einmal auftauen und wir müssen sie erst einmal besser kennenlernen". Außerdem stehen noch zwei Arzttermine auf dem Programm: Die Tiere benötigen eine Impfung und Karla muss zum Ultraschall. Da sie immer mit den beiden Rüden unterwegs war, besteht nämlich die Möglichkeit, dass sie schwanger ist, so Merkel. Im Juli 2026 wurden beim Tierheim in Knetzgau mehrere Hundewelpen mit ihrer Mutter unter lieblosen Umständen in einer Plastiktüte abgegeben. Einer der Vierbeiner war bereits tot.