Mit diesem vierten Sieg im vierten Auswärtsspiel haben sich die Mittelfranken erst einmal in der Spitzengruppe der LL-Nordwest festgesetzt. Gegen die agilen, spiel- und laufstarken Spieler der SpVgg Ansbach kam der FC Sand zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Bezeichnend dafür war, dass die Hausherren in den gesamten neunzig Minuten lediglich zu insgesamt zwei winzigen Chancen kam. Auf der Gegenseite hätten sich die Gäste bei mehreren Großchancen bis zur Pause schon einen weitaus deutlicheren Vorsprung herausschießen können. Sie begnügten sich aber mit dem 0:1, das Philipp Weingärtner nach einem gravierenden Abspielfehler der Heimelf in der 31. Minute erzielte.

Mit diesem Siegtor nutze Weingärtner seine vierte Chance, denn zuvor "schälte" er mehrfach die unsichere Heimabwehr und war dreimal allein Richtung Sander Tor unterwegs. In der 10., 21. und 25. Minute konnte Schlussmann Dominik Biemer und zweimal Stefan Nöthling einen Ansbacher Treffer gerade noch verhindern.
Für den FC Sand war in dieser Begegnung nichts zu erben. Durch wahnsinnig viele Fehlpässe brachte man die Gäste immer wieder in Ballbesitz. Allein auf die fast gleiche Trikotfarbe beider Mannschaften konnte man das nicht schieben, denn auch als die Sander nach dem Wechsel auf gelbe Trikots umstiegen, wurde ihr Fehlpass-Festival nicht besser.

Nach einem 20-Meter-Schuss von Stefan Krines in der 7. Minute, der hoch über das Gästetor ging, war ein harmloses Schüsschen von Matthias Hoff in der 51. Minute die zweite Mini-Chance der Hausherren. Nur in der 90. Minute setzte sich Fabian Benkert nochmals in Szene, wurde jedoch im Gästestrafraum unsanft gebremst. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb aber aus.

Nach dem Führungstreffer der Gäste nach etwas mehr als einer halben Stunde vermisste man bei der behäbig wirkenden Heimelf das Aufbäumen. Die SpVgg Ansbach konnte so ihren Vorsprung clever verwalten und nahm am Ende ohne sich groß anzustrengen drei hochverdiente Zähler mit nach Hause.