Die Motoren dröhnten wieder beim traditionellen "Motocross" auf der "Bramberger Alm" - fast 250 Fahrerinnen und Fahrer kämpften verbissen um gute Platzierungen für die Nordbayern-Serie oder die Thüringer Meisterschaft und boten den zahlreichen Zuschauern dabei packende Rennen.
Die Verantwortlichen des BMC Bramberg hatten alles wieder bestens vorbereitet und vor allem auch die Strecke hervorragend präpariert. Hatte man doch etwas Sorge, dass bei den hohen Temperaturen die Zuschauer ausbleiben würden, so kamen doch viele auf die Rennstrecke des kleinen Haßberg-Dörfchens, um bei diesem sportlichen Spektakel dabei zu sein. Die Organisatoren sorgten auch dafür, dass die Strecke zu den einzelnen Rennen immer wieder gespritzt und befeuchtet wurde, sodass die Staubwolken sich doch in Grenzen hielten.


Mit Hubschrauber in die Klinik

Für die Nordbayern-Serie und die Thüringer
Meisterschaft hatten so viele Fahrer gemeldet, dass man das Programm mit freiem Training, Pflichttraining sowie den verschiedenen Läufen gar nicht an einem Tag bewältigen konnte. Insbesondere junge Sportler nutzten am ersten Tag die Möglichkeit, ihrem Hobby zu frönen. Leider kam es dabei am Nachmittag zu einem schweren Unfall einer 16-jährigen Motocross-Teilnehmerin, die im Zieleinlauf nach einem Sprunghügel die Gewalt über ihre Maschine verlor und schwer stürzte. Mit einem Helikopter wurde sie dann in ein Krankenhaus nach Würzburg geflogen. Auf Grund dieses Vorfalles wurden die 2. Läufe abgebrochen. Im Fahrerlager und bei den Veranstaltern war man dann allerdings in den Abendstunden froh, dass keine lebensbedrohlichen Kopf- und Rückenverletzungen festgestellt wurden und die junge Nachwuchsfahrerin wieder ansprechbar war.


Favoriten gescheitert

Der BMC Bramberg, der 1970 gegründet wurde und somit 45 Jahre besteht, ist ja mit seinen Gespannen groß geworden. Deswegen freute man sich, dass nach einer Neuaufnahme dieses Wettbewerbs im vergangenen Jahr auch diesmal wieder 26 Gespanne gemeldet hatten und den Zuschauern spannende Runden boten. An den Start gingen dabei auch die Vorjahressieger und Favoriten für die Nordbayern-Serie Dietmar Schmied aus Ummendorf (Deutschland) und Mario Meusburger aus Egg (Österreich). Sie waren im Pflichttraining noch vorne, hatten dann aber ihre Probleme. Im 1. Lauf überraschte sie ein plattes Hinterrad, sodass sie nur auf den 22. Platz unter 26 Gespannen kamen. Auch im 2. Lauf kam es zu technischen Problemen. Der 3. Platz reichte dann nicht mehr aus, um Volker Barrabas/Moritz Barrabas (Welzheim) und Gerhard Nabbe/Hermann Groninger (Munningen/Riedheim) von der Spitze zu verdrängen. In der Gesamtwertung mussten sich die Favoriten Dietmar Schmied/Mario Meusburger deswegen mit dem 11. Platz begnügen. Damit haben sie ihre Führung in der Wertung für den Veteranencup der Seitenwagen-Gespanne verloren.


Premiere für Matthias Huppmann

Eine Premiere stellte das Sportwochenende auch für den 2. Vorsitzenden Matthias Huppmann dar. Dabei spürte er, dass es nicht leicht ist, in diesem Fahrerfeld einen der vorderen Plätze zu ergattern. Außerdem verfolgte ihn im 2. Lauf noch das Pech, dass die Maschine nicht ansprang, sodass er schließlich auf den hinteren Plätzen landete.
Etwas besser erging es den anderen "Vereinsfahrern" des BMC Bramberg in diesem gut besetzten Fahrerfeld. In der Klasse 8 für "Hobby und Einsteiger" gingen 35 Fahrer an den Start. Andy Piras kam dabei auf den 16., David Seits auf den 26. Platz. In der Klasse 5 "MX 2 Senioren 125/250 ccm 2/4 Takt belegte Felix Bernhard den 15. und Lukas Amberg den 16. Platz.
Jan Conrad, der in der Klasse 3 "Jugend A bis 85 ccm 2 T und bis 150 ccm 4 Takt" startete, kam in der Tageswertung mit 14 Punkten auf Platz 7 und erreichte damit in der Nordbayern-Serie mit acht Punkten Platz 13.
Die Motorsportfreunde aus Bramberg und die Zuschauer waren jedenfalls mit dem Rennverlauf insgesamt sehr zufrieden. Auch das Rahmenprogramm kam bei den Gästen gut an, sodass man sich schon wieder auf die Rennen im nächsten Jahr freute.