Wenn die neben Schlusslicht ERC Regen immer noch punktlosen "Hawks" des ESC Haßfurt (15. Platz) in der Eishockey-Bayernliga am heutigen Freitag (20 Uhr) beim TEV Miesbach (4. Platz / 9 Punkte) antreten, liegt das Augenmerk wie schon bei den vorangegangenen Auswärtspartien darauf, sich ordentlich aus der sehr schweren Affäre zu ziehen. Das dritte Heimspiel gegen den TSV Peißenberg (9./6) am Sonntag (18.30 Uhr) später hat es allerdings auch in sich.

"Wir haben zwei Sturmreihen, die eigentlich Tore schießen sollen. Ich hoffe, dass es an diesem Wochenende endlich so klappt, wie wir uns das erhoffen", sagt ESC-Trainer Doug Kacharvich. Er blickt den beiden Partien mit gemischten Gefühlen entgegen. "Es wird in dieser Liga, wenn du die eigenen Chancen nicht ausnutzt, sehr schwierig sein." Und bei bislang durchschnittlich zwei Treffern pro Spiel für den ESC ist ein Sieg natürlich nur sehr schwer möglich.

Die Gegner sind Kandidaten für die Play-offs

Ob die Ausbeute am fünften und sechsten Spieltag aber besser wird, ist fraglich. Immerhin treffen die "Hawks" auf zwei Gegner, die von Fachleuten als sichere Play-off-Kandidaten gehandelt werden. Auch der TSV Miesbach, obwohl die Oberbayern im Vorjahr nur mit Ach und Krach den Einzug in die entscheidenden Spiele um den Aufstieg in die Oberliga schafften und in der ersten Runde bereits die Segel streichen mussten.

Halbfinale lautet das Ziel diesmal, und langfristig liebäugelt der TEV mit der dritthöchsten Spielklasse. Dafür wurden hochkarätige Neuzugänge verpflichtet. Benjamin Barz (Riessersee), Stephan Stiebinger (Deggendorf), Marius Fürbeck (Dorfen) und Leonhard Gambs (Germering) haben sich dem Verein ebenso angeschlossen wie Pier-Oliver Cotnoir (Norwich Cadets).

Bereits drei Siege

Zum Saisonauftakt gab es gegen die hoch gehandelten "Indians" des ECDC Memmingen einen 8:0-Kantersieg. Auch in Buchloe (3:1) sowie gegen Pfaffenhofen (6:4) fuhr die Mannschaft von Trainer Michael Lehmann jeweils Siege ein. In Waldkraiburg allerdings gab es einen ersten herben "Dämpfer": Miesbach verlor deutlich mit 1:6. "Das ist zweifelsohne ein sehr starker Gegner", erklärt Kacharvich, und er habe deshalb "großen Respekt. Aber wir müssen positiv bleiben, einfach probieren, das Beste herauszuholen, und weiter kämpfen."

Etwas durchwachsener starteten die "Eishackler" des TSV Peißenberg in die Runde, die bislang ihre beiden Heimspiele gegen Höchstadt und Buchloe für sich entschieden haben. Bei den Auswärtsauftritten in Memmingen (3:5) und am letzten Sonntag in Pfaffenhofen (5:9) gab es für den zurückgekehrten Trainer Rudi Sternkopf und seine Mannschaft dagegen nichts zu erben. Ziel ist und bleibt aber der direkte Einzug in die Zwischenrunde. Deshalb will der TSV Peißenberg natürlich schnellstmöglich viele Punkte sammeln und sich von Aufsteigern wie Haßfurt nicht "in die Suppe spucken" lassen.

Peißenberg hat einige Leistungsträger verloren

Eine gute Möglichkeit, am Sonntag den ersehnten ersten Heimsieg zu landen, ist für die "Hawks" aber vorhanden, denn einige Leistungsträger kehrten den Oberbayern nach der letzten Spielzeit den Rücken. Etwa Milan Kopecky und Andreas Dornbach, die beide in Geretsried anheuerten. Auch Robert Balzarek (Schongau), Max Barth und Michael Fichtl (ECP) gehen nun andere sportliche Wege.

Als erfahrene Zugänge gelten nur Waldkraiburg-Rückkehrer Florian Barth sowie die "Last-Minute" Verpflichtung, der 31-jährige Garip Saliji (HC Karvina). Der Slowake hat neben seiner Heimat schon in Russland, Weißrussland, Frankreich und Nordamerika gespielt. "Ich hoffe natürlich, dass wir erfolgreich sind. Aber letztlich müssen das die Spieler richten, wenn sie auf den Eis stehen. Aber wie gesagt: Wir müssen einfach die Chancen nutzen", sagt Doug Kacharvich.