Erfolgreich kehrten die Eberner Kickboxer und Kickboxerinnen vom Kampfsportturnier aus Kornwesheim bei Stuttgart zurück, das die verschiedenste Kampfsportdisziplinen wie Kickboxen, Karate, Kung Fu, Teakwon Do und andere beinhaltete. Am Start waren neben den deutschen Sportlern noch Kämpfer aus Ungarn, Frankreich, England und der Türkei.

Die Kampfregeln waren abgeändert. Die Kampfzeit betrug nicht wie gewohnt zwei Runden, sondern nur eine Runde von zwei Minuten, mit Ausnahme der Finals, die über zwei Runden liefen. Die Eberner Sportler sahen dieses Turnier vorrangig als Vorbereitung auf die am 14. und 15. Juni stattfindenden deutschen Meisterschaften in Wolfsburg an.

Steigerung von Kampf zu Kampf

Nicht unbedingt zufriedenstellend verlief der Auftaktkampf für Stefan Kaffer (Herren bis 74 Kilo), der auf den späteren Turniersieger traf und ausschied.
Auch Dominique Zeitler (Junioren über 63 Kilo) musste gleich in seinem ersten Kampf die "Segel streichen". Er hatte seinen Gegner zunächst noch recht gut im Griff, doch verlor mit zunehmender Kampfdauer seine Linie.

Platz 1 sicherte sich Johanna Zeitler bis 50 Kilo. Sie fand schwer in ihren ersten Kampf, wahrscheinlich steckte ihr noch das harte Training, zur Zeit fünfmal die Woche, und zudem das Bayernkadertraining in der Sportschule Oberhaching in den Knochen. Doch wurde sie im weiteren Verlauf von Kampf zu Kampf lockerer und entschied mit ihrer gewohnt guten Technik die weiteren Begegnungen für sich. Eindeutig fiel dann auchder Turniersieg für sie aus.

Im Finale verkrampft

Platz zwei ging an Darius Strätz bis 37 Kilo. Der Eberner gewann seine drei Vorkämpfe in souveräner Manier, ehe er im Finale auf einen ungarischen Nationalmannschaftskämpfer traf. Dieser macht von Beginn mächtig Druck, dem der Eberner nicht standhielt. Er wurde immer verkrampfter und stand sich selbst ein bisschen im Wege. Der Ungar siegte verdient. Für den Eberner war es mehr oder weniger eine weitere Vorbereitung auf die "Deutsche" und zudem ein Härtetest, ob seine Verletzung ausgeheilt ist.

Im Kampf um Platz 3 der 52-Kilo-Klasse trafen Leon Derbfuß und David Kallnbach aufeinander. Beide Sportler blieben an diesem Tag weit hinter ihrer Leistungsfähigkeit zurück. Um bei der "Deutschen" ein Wörtchen mitzureden, müssen beide einiges zulegen. Kallnbach setzte sich gegen seinen Vereinskollegen durch und belegte damit Platz 3. Stark stellte sich Dirk Schmidt bis 89 Kilo im Leichtkontakt vor. Er ließ nichts anbrennen und holte sich den ersten Platz.

Erfolgreich gegen einen körperlich klar überlegenen Gegner

Nach dem vorangegangenen Turnier, das nicht unbedingt rund verlaufen war, zeigte sich Vincent Schorn (über 63 Kilo) mental wieder auf der Höhe. Bereits in den drei Vorkämpfen, von denen er einen mit zehn Punkten Unterschied für sich entschied, zeigte er sein wahres Leistungsvermögen. Im Finale traf er auf den Gegner, gegen den sein Mannschafskollege Dominique Zeitler im Vorkampf ausgeschieden war. Dieser wog circa 100 Kilo und war knapp zwei Meter groß. Dieser Kampf war es für Vincent Schorn eine echte Herausforderung. Coach Jürgen Schorn hatte seinen Sohnemann bestens eingestellt. Mit seiner Schnelligkeit und seinem gutem Auge dominierte der Eberner klar den Kampf. Am Ende stand sogar ein technischer K.o. (zehn Punkte Unterschied) auf den Kampfrichterzetteln.

Trainer Schorn sieht seine Athleten "auf einem guten Weg Richtung deutscher Meisterschaft, sie müssen aber noch den einen oder anderen Fehler abstellen, wollen sie in Wolfsburg ganz oben auf dem Treppchen stehen. Der Feinschliff erfolgt in den kommenden Tagen".