Eigentlich sind die beiden Vorbereitungsderbys der Haßfurter "Hawks" gegen die Schweinfurter "Mighty Dogs" für die beiden Eishockey-Mannschaften sowie besonders für die Fans ein Glanzlicht zu Beginn einer Saison. Jeweils knapp 800 Zuschauer kamen etwa zu den letzten zwei Begegnungen ins Haßfurter Stadion Am Großen Anger. Doch diesmal ist vieles anders. ERV Schweinfurt - ESC Haßfurt

(Freitag, 20 Uhr) ESC Haßfurt - ERV Schweinfurt

(Sonntag, 18.30 Uhr) Wenn sich beide Kontrahenten am Wochenende zweimal gegenüberstehen, sind coronabedingt - zumindest in Haßfurt - lediglich 200 Zuschauer erlaubt. Und unter diesen Voraussetzungen ist das Spiel seit Donnerstagabend offiziell "ausverkauft". Zudem sind jeweils keine Gästefans auf den Tribünen zugelassen. Zu einem Derby wie dem zwischen den "Hawks" und den "Dogs" passt das nicht. Weil eventuell bis kurz vor den Eröffnungsbullys dahingehend noch Änderungen eintreten können, werden Zuschauerregeln beziehungsweise Verhaltensmaßnahmen auf Facebook, Instagram und auf der Homepage veröffentlicht.

Trotz der ungewöhnlichen Voraussetzungen wollen sich beide Mannschaften natürlich sportlich in guter (Früh)-Verfassung präsentieren. Und vor allem die klassenhöheren Schweinfurter hoffen, nach vier Pleiten in Folge den Spieß diesmal umdrehen zu können. Mit ihrem neuen Trainer Kyle Piwowarczyk haben Routinier Andreas Kleider und Co. zumindest bei ihrem letzten Test gegen den EHC Bayreuth, der 7:3 bezwungen wurde, Selbstvertrauen getankt. Beim Hinspiel in der Wagnerstadt kassierten sie dagegen noch eine 1:3-Niederlage. Und zum Auftakt gegen den EV Pegnitz verlor der Bayernligist ebenfalls knapp mit 4:5 nach Verlängerung.

Besondere Spiele für Vanc

Für Haßfurts neuen Coach Zdenek Vanc sind es sicher zwei besondere Spiele. "Natürlich", sagt der Tscheche, nachdem er vor einigen Monaten noch in Schweinfurt an der Bande stand und den Abstieg in die Landesliga verhinderte. Auf der anderen Seite spiele es "keine große Rolle, wie der Gegner heißt. Ich will immer gewinnen. Das ist für mich am Wichtigsten." Für ihn ist auch uninteressant, wie die letzten Begegnungen endeten. "Für beide Mannschaften ist es immer wichtig, wie sie personell besetzt sind. Bei Schweinfurt haben anfangs auch wichtige Spieler gefehlt, ähnlich wie bei uns in Burgau." Das wird sich am Wochenende zumindest bei den Haßfurtern nicht ändern. Sowohl Daniel Hora als auch Christian Dietrich stehen aufgrund von Verletzungen oder berufsbedingt vermutlich erneut nicht zur Verfügung. Doch egal wer das ESC-Trikot anhat: "Wir geben Vollgas", verspricht Vanc vor den sehr außergewöhnlichen Derbys.

ESC Haßfurt: Jung, Hetzel, Dietz - Hora (?), Hartmann, Stahl, Marx, Thebus, Faust, Finzel, Finger, C. Müller, P. Müller, Hertwich - Trübenekr, Masel, Zürcher, Kratschmer, Stach, Dietrich (?), Lang, Tobola, Düsel, Krein