Allzu große Sorgen, dass der TVE absteigen könnte, macht sich Batzner nicht. Die entscheidenden Schritte zum Klassenerhalt möchten die Eberner gerne aus eigener Kraft tun. "Wenn wir noch drei Punkte holen, kann uns eigentlich nichts mehr passieren", rechnet Batzner vor. Ein Sieg im nächsten Match am 25. Februar beim Schlusslicht SG Rodach/Großwalbur II, das acht Zähler hinter den Ebernern rangiert, und ein Unentschieden zwei Wochen später beim TV Michelau sollen dies möglich machen. Im Heimspiel gegen Spitzenreiter HG Hut Coburg und zum Ausklang beim derzeitigen Dritten TV 48 Coburg dürfte nicht viel zu holen sein.

Es steigt wohl nur eine Mannschaft ab

Aber selbst wenn es den Ebernern nicht gelingen sollte, die anvisierte Punktausbeute zu erzielen, sei, wie Batzner erklärt, die Gefahr eines Abstiegs nicht groß. "Wie es aussieht, steigt aus der Bezirksliga West in diesem Jahr nur eine Mannschaft ab, weil aus der Bezirksoberliga wahrscheinlich zwei Vereine runter müssen, die in die Bezirksliga Ost kommen", sagt er. Der TV Münchberg II ist da Schlusslicht, davor rangiert der ASV Pegnitz. Beide haben sechs Zähler Rückstand auf den Drittletzten.
Darauf verlassen, dass kein Absteiger von oben in die Bezirksliga West kommt, wollen sich die Eberner freilich nicht. "Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Bad Rodach/Großwalbur gewinnen werden", sagt der Trainer. Er versichert aber, dass sein Team die Aufgabe in einer Woche nicht auf die leichte Schulter nehmen wird. Die Stimmung im Team sei gut, trotz der Ausrutscher im Verlauf der Saison.

15 freie Wurfmöglichkeiten vergeben

Vor allem die Begegnung gegen den TB-VfL Neustadt-Wildenheid im Januar liegt Matthias Batzner noch im Magen. "Da hätten wir auch mit neun, zehn Toren Unterschied gewinnen können, und dazu hätte der Spielverlauf gar nicht viel anders sein müssen", urteilt er. Statt dessen setzte es eine 19:22-Heimniederlage gegen den punktgleichen Tabellenneunten. Das lag hauptsächlich an der katastrophalen Chancenverwertung. "Wenn man 15 Mal nicht trifft, obwohl man frei vor dem Tor steht, kann man nicht gewinnen", weiß Batzner. Darin, dass seine Mannschaft aus ihren klaren Möglichkeiten zu wenig macht, sieht er ein Kardinalproblem, das sich durch die gesamte Spielzeit gezogen habe. Vor allem aus dem Rückraum komme zu wenig Durchschlagskraft, "da fehlt uns ein richtig guter Spieler", und auch auf der Torhüterposition, "das kann man ganz offen sagen", täte der Mannschaft ein richtig starker Mann gut. Batzner: "Da haben wir drei solide Leute, aber keiner ist so richtig überragend.

Eine junge Mannschaft

In der Breite seien die Handballer des TV Ebern insgesamt "sehr gut aufgestellt, wir haben 30 bis 35 Spieler", erläutert der Coach. Allerdings sei der eine oder andere Akteur nervlich den Belastungen der Bezirksliga (noch) nicht gewachsen. Das liege aber auch an der Altersstruktur der Mannschaft. Matthias Batzner: "Die meisten unserer Leute sind 18 bis 21 Jahre alt, es sind nur drei, vier Ältere dabei. Insofern arbeitet die Zeit für uns." Der eine oder andere Abgang der vergangenen Jahre, zumeist aus Studiengründen, sei nicht einfach zu verkraften gewesen, "und auswärtige Spieler kommen zu uns kaum, weil wir ja kein Geld bezahlen." Voraussichtlich mit komplettem Kader kann der TVE in die letzten vier Saisonspiele gehen. Ob Zwei-Meter-Mann Justus Feldmann die Eberner Mannschaft in der einen oder anderen Begegnung verstärken wird, sei noch offen. Der Neuzugang, der vom Basketball kommt, besuche die Universität in Bamberg und stehe aus Studiengründen nur unregelmäßig zur Verfügung. Zur Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben setzt Matthias Batzner im Training vor allem auf eines: "Wir schauen, dass wir viele Würfe machen. Es ist ja nicht so, dass wir uns keine Möglichkeiten erspielen. Wir müssen uns Wurfsicherheit erarbeiten."