Es hat wieder nicht gereicht. Die Eberner TV-Handballer verloren das "Kellerduell" der Bezirksoberliga Oberfranken bei der SG FV 1912 Bamberg/Hallstadt mit 28:31 (13:16).

Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass der Kader erstmals komplett war, war der TV Ebern hochmotiviert, die wichtigen Punkte einzufahren. So entwickelte sich ein spannendes Spiel über 60 Minuten. Ebern markierte den ersten Treffer, doch bis zum 3:3 war es zunächst ein Abtasten auf beiden Seiten, denn das letzte Duell lag bereits ein paar Jahre zurück. Im Anschluss gelang es der Heimmannschaft beim 6:3 und 7:4, sich ein wenig abzusetzen. Während der TVE erste "Fahrkarten" schoss, traf der Kontrahent zuverlässig und konstant.

Die Chancenverwertung blieb auch über die gesamte erste Halbzeit eines der großen Mankos im Eberner Offensivspiel, denn SG-Torwart Mellinghoff entschärfte zahlreiche Würfe. Auch die offensive Abwehrformation packte entweder nicht entschlossen oder sauber zu, sodass sich zu oft Eberner Spieler auf der Strafbank wiederfanden. Hallstadt lag beim 12:9 und 14:10 immer noch komfortabel vorne.


Ein bisschen mehr Druck

Erst kurz vor der Halbzeit agierten die Gäste etwas druckvoller und kamen mit schnellem Spiel und Abschlüssen über die rechte Angriffsseite zurück in die Partie. Die letzten Treffer setzte aber Hallstadt, und so ging es mit einem 13:16-Rückstand aus Eberner Sicht in die Kabinen.

Die "Turner" kamen gut aus der Pause. Die Abwehrumstellung machte sich langsam bezahlt, die Würfe schlugen nun im Gehäuse ein, und mit Unterstützung der wieder einmal zahlreich mitgereisten Fans hatten die Männer um Thomas Müller beim 19:18 den Anschluss hergestellt. In den folgenden Minuten entwickelte sich dann eine enge und spannende Partie. Ebern lag zwar bis zum 26:25 zumeist knapp hinten, aber keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich vorentscheidend abzusetzen.


Ballverluste machen letzte Chance zunichte

Der TVE verpasste es dabei, den Bock endgültig umzustoßen und das Spiel an sich zu reißen. Erneut ließ der Aufsteiger zu viele Wurfchancen liegen und schoss dabei den gegnerischen Torhüter mehrfach an. Zudem verließ sich Ebern viel zu selten auf das druckvolle Tempospiel, das in der Vergangenheit stets eine der großen Stärken gewesen war, in dieser Saison aber unerklärlicherweise bislang kaum zum Tragen kam. Kurz vor Schluss verbaute sich der TVE dann mit zwei leichtfertigen Ballverlusten die letzten Chancen. Die SG Bamberg/Hallstadt gewann nicht nur verdient mit 31:28, sondern gab damit auch die "Rote Laterne" an den Aufsteiger ab.

Letztlich war es eine verpasste Chance für den TV Ebern, denn in dieser Partie war deutlich mehr drin. Das Team ließ allerdings in den entscheidenden Spielphasen die nötige Konsequenz vermissen. Nun gilt es, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sich über die Weihnachtstage neu zu sammeln und dann mit neuem Elan und neuer Kraft in der Rückrunde anzugreifen. Zu verlieren hat der TVE nichts und hofft, in den zahlreichen Heimspielen doch noch ein paar Punkte gegen den drohenden Abstieg zu holen.