Drastischer drückte sich ein Sander Zuschauer aus, der die die Vorstellung der Sander Spieler so kommentierte: "Schlimmer geht's nimmer". Einzige Ausnahme war Torhüter Dominik Biemer, der sechs, sieben weitere Torchancen der Abtswinder zu Nichte machte und so die konzeptlose und konfuse Heimelf, die in den neunzig Minuten nicht eine einzige Torchance hatte, vor einem Debakel bewahrte.

Zu Beginn der Begegnung sah es noch etwas freundlicher für den FC Sand aus. Die Hausherren ließen den Ball gut laufen, denn der Tabellenführer TSV Abtswind überließ ihnen das Mittelfeld und spielte auf Abwarten. Das Sander Spiel funktionierte aber nur bis zum Gästestrafraum, denn bei der sicheren Vierer-Abwehrkette der Gäste war damit Feierabend.

Nach zwanzig Minuten kippte die Begegnung. Die ballsicheren, laufreudigeren und schnelleren Abtswinder kamen immer besser aus ihrer Deckung und gingen folgerichtig in der 28.
Minute auch mit 0:1 in Führung. Ein langer Pass von Sandro Wolf erreichte Peter Mrugalla, der auf der halbrechten Seite mit einem Hüftwackler seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und das Leder im langen oberen Ecke des Heimtores einschweißte.
Nur 60 Sekunden später scheiterte erneut Mrugalla am Sander Torhüter Dominik Biemer. Dies war im Laufe des Spieles noch mehrfach der Fall. Wieder einmal war Sand im Rückstand und wieder einmal verloren die Schwarz/Weißen den Faden und fielen vollkommen in sich zusammen.

Wer nach der Pause auf eine Besserung hoffte, wurde bitter enttäuscht. Nun lief bei Sand überhaupt nichts mehr, obwohl Trainer Albert seine komplette Abwehr für offensivstärkere Spieler auswechselte. Hätten die Abtswinder ihre mehr als hundertprozentigen Chancen genutzt, hätte das Endergebnis auch 0:7 oder 0:8 für den Spitzenreiter lauten können. Wie bereits erwähnt war es allein Sands Torhüter Dominik Biemer zu verdanken, dass er das nicht zuließ.

Beim 0:2 in der 57. Minute wurde er aber wieder einmal von seinen Vorderleuten kläglich in Stich gelassen. Mit einen schnellen Antritt hatte der Abtswinder Jonas Wirth die Sander Abwehr überlaufen. Sein Pass kam zum freistehenden Peter Mrugalla, der zum noch freieren Sandro Wolf weiterleitete. Dieser musste nur noch ins leere Sander Tor einschieben.

In der restlichen Spielzeit führte der TSV Abstwind wie in einem Trainingsspiel dem FC Sand in seinem eigenen Seestadion wie eine um zwei Klassen niedrigere Mannschaft vor. Einzig allein die Chancenverwertung der Gäste war mangelhaft.