Viel Betrieb herrschte am Wochenende rund um das Feuerwehrgerätehaus in Kirchaich, denn die örtliche Feuerwehr richtete nicht nur am Samstag den Gemeindefeuerwehrtag für Oberaurach aus, sondern am Sonntag wurde auch das neue LF20 mit dem kirchlichen Segen offiziell in Dienst gestellt. Außerdem wurden einige verdiente Feuerwehrleute ausgezeichnet.
Reibungslos funktionierte am Samstag die Großübung aller Oberauracher Feuerwehren. Zusammen mit der FFW Eltmann bekämpften rund 70 Aktive aus Ober-, Unter- und Neuschleichach, Fatschenbrunn, Trossenfurt-Tretzendorf und Hummelmarter sowie Dankenfeld einen angenommenen Brand in einer Lagerhalle im eng bebauten Ortskern von Kirchaich, weshalb auch die Rettungsleiter aus Eltmann zum Einsatz kam. Einsatzleiter Norbert Gülta und die KBMs Thomas Neeb und Johannes Betz waren sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung, die sehr routiniert ablief.
Schon knapp vier Minuten nach der Alarmierung hatten alle Feuerwehren ihre Einsatzbereitschaft gemeldet und nach 20 Minuten standen die Wasser-Zuleitungen. Beim abschließenden "Appell" meldeten Feuerwehren "Mannschaft und Gerät vollzählig zurück", allerdings hatte der Oberschleichacher Kommandant Matthias Göbel die Lacher auf seiner Seite. Er meldete einen schwerwiegenden Verlust: "Sirenenausfall, wir machen nur noch "Tüt". Das "Tata" hat das Feuerwehrauto wohl irgendwo auf dem Weg ans andere Ende der Gemeinde verloren.


In Feuerwehr investiert

Voll einsatzfähig hingegen ist das neue Feuerwehrfahrzeug LF20, das am Sonntag den kirchlichen Segen erhielt. Auch hierzu waren viele Feuerwehrleute aus der Nachbarschaft gekommen, außerdem KBR Ralf Dressel und KBI Gerg Pfrang. Bürgermeister Thomas Sechser erklärte, dass die Gemeinde Oberaurach in den vergangenen Jahren massiv in die Feuerwehren investiert hat, das LF20 für Kirchaich sei die bisher größte Feuerwehr-Anschaffung, was Ausrüstung betrifft. Ein solches Fahrzeug mit seiner vielfältigen Ausstattung für die verschiedensten Gefahrenlagen kostet 340 000 Euro, 88 000 Euro davon übernahm der Freistaat Bayern. Seit der Auslieferung vor einigen Wochen haben die Aktiven der FFW Kirchaich intensiv mit dem neuen Fahrzeug geübt, damit sie auch alle Möglichkeiten ausschöpfen können und im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
Der Bürgermeister und der Kreisbrandrat dankten allen Aktiven für ihre ständige Einsatzbereitschaft, mit der sie die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten. Für Kommandant Norbert Gülta war die Anschaffung des neuen Fahrzeugs ein weiterer Kraftakt nach der Sanierung des Feuerwehrhauses. Außerdem habe er schon 2004 die Atemschutzgeräteträger-Gruppe in Kirchaich aufgebaut, die Jugend-Feuerwehr gegründet und sich für Anschaffungen wie den neuen Rettungssatz und die Wärmebildkamera eingesetzt, betonte Drechsel. Für diese Verdienste wurde Norbert Gülta am Sonntag mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Landes-Feuerwehrverbandes Bayern ausgezeichnet.
Auch für Robert Dürr gab es eine Ehrung. Der frühere KBI ist vor einigen Monaten aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Er war Seit 1979 bei der Feuerwehr Prölsdorf aktiv, darunter zwölf Jahre lang als erster Kommandant und zusätzlich von 20111 bis 2016 Kreisbrandmeister. Für diese Verdienste wurde er zum Ehren-KBM des Landkreises Haßberge ernannt.
Auch Bürgermeister Thomas Sechser hatte eine Ehrung parat. Zum Abschluss der Einsatzübung am Samstag verabschiedete er offiziell Norbert Lützelberger aus dem Dienst. Er ist bei der Feuerwehr Fatschenbrunn seit 1978 aktiver Feuerwehrmann, fungierte von 1990 bis 2006 als zweiter und von 2007 bis 2015 als erster Kommandant der Wehr.
Schließlich dankte auch die FFW Kirchaich für besondere Verdienste. Ewald Heil führte über viele Jahre die Kasse des Feuerwehrvereins, Lorenz Baureis fungierte sowohl als Erster Kommandant, als auch als Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Dafür überreichten der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Jens Burger und Kommandant Norbert Gülta, an beide die Ernennungsurkunden zum Ehrenmitglied. Kaplan Christian Montag spendete dem neuen Fahrzeug den kirchlichen Segen, vor allem aber auch den Feuerwehrleuten, die einen wichtigen Dienst der Nächstenliebe leisten würden.