Der Steinerlebnispfad auf dem Zeilberg ist um eine Attraktion reicher. Am Mittwoch wurde ein neuer Sandspielplatz auf dem Gipfel eröffnet, der sicher das Interesse der Kinder finden wird. Gekommen war zu diesem Anlass auch Landrat Wilhelm Schneider, der vor 14 Jahren als Maroldsweis-acher Bürgermeister Mitinitiator des Steinerlebnispfades war.

Da der Sandspielplatz für die Kleinen gedacht ist, haben Kinder der Tagesstätte des Kindergartens Maroldsweisach mit Erzieherin Claudia Jakob den Zeilberg am Mittwoch erklommen, um diesen bei der Eröffnung in Beschlag zu nehmen. Vorher jedoch gab es zwei Liedbeiträge der Kinder, im Anschluss daran ergriff Landrat Schneider das Wort. "Dieser neue Sandspielplatz ist für euch und andere Kinder gedacht, hier auf einer der höchsten Erhebungen im Landkreis Haßberge", sagte Schneider. Der Zeilberg ist 463 Meter hoch, nur die Nassacher Höhe mit 512 Metern ist noch höher.

Hilfe war nötig

Der Landkreischef erinnerte daran, dass der 3,7 Kilometer lange Steinerlebnispfad rund um den Steinbruch 2006 eröffnet wurde und seitdem Anziehungsmagnet für viele Besucher ist. "Heute ist der Steinerlebnispfad um eine Attraktion reicher, was wir auch der Basaltstein AG West um Stefan Rüppel, Hendrik Seeliger und Sebastian Bär zu verdanken haben", freute sich der Landrat. Nur mit deren Hilfe konnte die Einfassung der Spielfläche bewerkstelligt werden. Auch der Naturpark Haßberge habe tatkräftig mitgeholfen und den Turm im Sandspielplatz gezimmert. Der Landrat ulkte: "Ein Problem könnte es sein, dass die Kinder hier von den schönen Baggern nicht weg möchten, wenn die Eltern vielleicht im Biergarten auf dem Zeilberg Brotzeit machen und ein Bier trinken wollen. Da möchte man fast noch einmal Kind sein."

Schneider sagte, dass der Zeilberg einer seiner Lieblingsplätze sei. Insgesamt elf Stationen entlang des Rundwegs bieten vielfältige Austob-Möglichkeiten. Die Spielstationen entlang des Weges laden dazu ein, Interessantes zu lernen und aktiv zu werden. Claudia Jakob von der Kindertagesstätte Maroldsweisach erläuterte, dass die Kinder häufig in Wald und Flur unterwegs seien, um Spannendes zu erkunden und zu erleben. "In unseren Haßbergen liegen die sehenswerten Orte direkt vor der Haustür", so Schneider.

Auch Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) freute sich über die neue Errungenschaft: "Das ist ganz sicher eine Touristikattraktion, auf die wir hier in Maroldsweisach stolz sind, auch weil der Steinerlebnispfad so gut angenommen wird."

Er dankte allen, die dazu beitrugen. "Rund um den Zeilberg gibt es allerhand zu erkunden und zu erleben, wovon sich jeder Besucher überzeugen kann", sagte Thein.

Stefan Rüppel von der Basaltstein AG freute sich, dass wieder etwas Neues entlang des Erlebnispfades geschaffen werden konnte. "Wir haben immer ein offenes Ohr für Ideen, auch weil es uns wichtig ist, für die kommende Generation etwas zu schaffen und zu erhalten", sagte Rüppel, während die Kinder schon gespannt auf den Startschuss warteten, um den wohl höchst gelegenen Spielplatz im Landkreis zu bevölkern.

Plattform, Seilzug, Bagger

Alles wurde in Augenschein genommen: die Plattform im Spielplatz, der Seilzug, mit dem man Sand nach oben hieven kann - und natürlich die drei Sandbagger. Das Interesse der Kinder für die schöne Landschaft und den Blick in die Haßberge, ins weite Thüringer- und Coburger Land, trat da natürlich in den Hintergrund.