Von dort drang Musik ganz unterschiedlicher Genres nach draußen ins Freie.

Die fünfte Auflage der Musik- und Kneipennacht des Sport- und Kulturvereins erwies sich erneut als Publikumsmagnet, da sechs verschiedene Gruppen bzw. Künstler in fünf Lokalen sowie in der Rathaushalle für anspruchsvolle Unterhaltung sorgten. Bereits im Vorverkauf waren weit über 300 Karten vergriffen.

Zu hören waren ganz unterschiedliche Musikstile - mal unplugged, mal laut und mächtig: Rockklassiker, Blues, Reggae, Soul. Jeweils 45 Minuten lang, dann Pause und Wechsel - ein akademisches Viertel Stündchen hatten die Musikfreunde Zeit, um das Lokal zu wechseln. Und bei der Rochade durch die Straßen wurde auch noch getanzt, gesungen, geschwooft. Und auch die Musiker hatten ihren Spaß an den teilweise überdrehten Zuhörern, die Veranstalter sowieso, da die Veranstaltung - einmal mehr - ohne Defizit abging.

So hatte die aus der Oberpfalz stammende Band "Eddy & the Yellow Ties" gleich mit dem ersten Song die Marschrichtung vorgegeben: "Take a walk on the wild side". Eine Losung, die ankam beim "Mittelalter" in einer Stadt, die auf ihre mittelalterlichen Wurzel so stolz ist.

Fast bis um 3 Uhr spielten manche Musiker durch. So Helt Oncale im "Mexikaner". Beste Stimmung in allen Lokalen, wo die Bands echte Spitzenleistungen boten. Egal ob es die Sachsen aus dem Wilden Westen mit ihrem Leipziger Folkrock waren - die Roadbrothers - oder Wally und Ami Warning mit karibischen Sunshine-Music. Aufhorchen ließ in der Rathaushalle auch Sonnie Ronne & Shotguns, einem Trio aus Langenzenn, bei dem Norbert Schottenhaml an der Gitarre dem Blues neues Leben einhauchte.