Hoch her ging es einmal mehr beim Seniorenfasching im Eltmanner Kolpingsaal. Eine stattliche Anzahl an Akteuren und Helfern zog mit Musikus Lorenz Dümpert und dem Prinzenpaar Nepomuk I und Walburga I zum närrischen Treiben ein - mit dabei auch fast der gesamte Klerus der Pfarreiengemeinschaft.

Die Seniorenkreisleiter Jutta und Heiner Sender begrüßten singend. Mit einem Sitztanz brachte Ellen Tonne den ganzen Saal so richtig in Schwung.

Als Menschenfischer trat Diakon Joachim Stapf in die Bütt. Er stellte in seiner gereimten Rede die Frage nach der Zukunft der Kirche, kritisierte durchaus "die da oben", warnte aber auch vor dem Abschieben der Verantwortung: "Des richten nicht nur die da oben, es ist auch Euer Auftrag, Gott zu loben".

Eine wichtige Stütze des Seniorenfaschings ist Andrea Neuß, die sich flugs von der Faschingsprinzessin in eine Gstanzl-Sängerin verwandelte.
Sie ist viel in der Stadt unterwegs und so hatte sie auch viel zu kommentieren. So hat sie den Pfarrer erwischt, wie er vor einem Supermarkt den Mutter-Kind-Parkplatz nutzte. Für den Bürgermeister hätte sie sich auch eine andere Karriere erhofft, als die des stellvertretenden Landrats: "Hätt der sich mal lieber a Fraa g'sucht, dann wär er öfter daham".

Sichtlich Freude hatten Pfarrer Thomas Klemm und Pastoralreferentin Barbara Heinrich an ihrem Text als Bahnreisende mit erheblichem Bildungsgefälle. Auch als Solisten traten beide nochmals auf, Barbara Heinrich mit einem Polizeibericht, Pfarrer Klemm mit einer Faschings-Predigt, die viel Beifall fand.

"Der Michl und sei Olda" (Michael Ziegler und Andrea Neuß) sind schon seit Jahren feste Größen beim Seniorenfasching, seit dem letzten Jahr muss 3. Bürgermeister Peter Klein als "der Bub, der Peter, der Kleine" zusätzlich herhalten. Wurde das Kind im vergangenen Jahr noch als Ergebnis der Silberhochzeitsreise als Wickelkind präsentiert, hat es dank einer besonders schönen Taufe einen wahren Entwicklungsschub gemacht. "Der hat fei letzt's Jahr scho auf der Wallfahrt nach Burgwindheim vorgebet. Der is so g'scheit wie sei Vadder". Gramgebeugt traten die drei vor ihr Publikum wegen des Trauerfalls in der Familie: Im Milchkännchen hatten sie die Asche von Leopold dabei, ihres besten Zuchtstiers. "Morgn mittach in der Looch, da verstreu mer sei Aschn. Kummt alla, es gibt a a Seidla Milch als Trauertrunk", lud Andrea Neuß ein. Als Maintal-Trio "Die A-Schiftigen Drei" hatten die drei einen weiteren Auftritt, der ebenfalls Lachtränen povozierte.

Zum Abschluss eines tollen Programms stattete auch die FKE-Kindergarde den Senioren noch einen Besuch ab.