Über dem Tal der Baunach stieg am Montag in den späten Nachmittagsstunden Rauch auf. Auf der Kompostanlage des Landkreises nahe dem Eberner Stadtteil Ruppach war abgelagertes Grüngut in Brand geraten.

Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Höhe des Sachschadens kann bislang nicht beziffert werden. Die Ursache des Feuers ist nicht bekannt.

Nach Auskunft von Andrea Krell, die zusammen mit ihrem Mann die Kompostanlage des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises Haßberge betreibt, hatte ein Anlieferer das Feuer entdeckt. Er alarmierte die Betreiber, und die Einsatzkräfte wurden gerufen.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, schlugen die Flammen bereits fünf bis sechs Meter in die Höhe, schilderte ein Polizeibeamter vor Ort. Die Feuerwehren begannen mit den Löscharbeiten, die sich laut einer ersten Einschätzung über mehrere Stunden hinziehen dürften. Dutzende von Feuerwehrleuten waren mit ihren Fahrzeugen an die Einsatzstelle beordert worden, unter anderem aus Ebern, Pfarrweisach, Rentweinsdorf und Eyrichshof.

Um genügend Löschwasser zu bekommen, musste eine lange Schlauchleitung zur Baunach gelegt werden. Mehrere hundert Meter lang war die Förderstrecke, die auch die Bundesstraße 279 in Höhe Eyrichshof betraf.

Unterstützt wurden die Feuerwehrleute von einem Traktor, dessen Fahrer mit der Frontgabel das Grüngut auseinanderzog, bereits gelöschte Teile auflud und vom Brandherd weg abkippte. Der Fahrer der landwirtschaftlichen Maschine und die Feuerwehrleute gerieten dabei immer wieder in die dichten Rauchschwaden, die von den Komposthaufen aufstiegen.

Von Glück spricht Andrea Krell, dass noch vor wenigen Tagen ein großer Teil des Grüngutes geschreddert worden war und sich deshalb nicht mehr auf dem Kompostplatz befand. Er war zum Zeitpunkt des Brandes nur etwa zu einem Viertel gefüllt.

Nach ihrer Darstellung ist es nicht der erste Brand. Kleine Feuer hatte es schon gegeben. Zwei Hauptursachen sind es, die dafür verantwortlich sein können, dass Brände entstehen: Im Sommer besteht die Gefahr, dass Grillmaterial angeliefert wird, das noch glimmt, und im Winter kann es passieren, dass noch glühende Asche auf dem Kompostmaterial landet.

Insofern dürfte es nach ihrer Einschätzung schwer bis unmöglich sein, die Ursache des aktuellen Brandes zu ermitteln. "Das wird man nicht mehr herausfinden", vermutet Andrea Krell.

Das Feuer in Ruppach war nicht der einzige Brandeinsatz, zu dem am Montag die Feuerwehr gerufen wurde. Auch in Königsberg gab es eine Alarmierung. Ein Schwelbrand an der Schulturnhalle hatte für Aufregung gesorgt.

Auf der Heimfahrt von der Arbeit entdeckte ein Radfahrer am Montagnachmittag in der Alleestraße in Königsberg starke Rauchentwicklung auf dem Anbau der dort stehenden Schulturnhalle. Die über die Rettungsleitstelle informierte Feuerwehr war schnell zur Stelle, da sich der Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Königsberg nur wenige hundert Meter vom "Brandherd" entfernt befindet. So konnte die Feuerwehr den Schwelbrand an der Dachabdeckung rasch ablöschen. Eine weitere Feuerwehr musste nicht eingreifen. Die Brandursache muss noch ermittelt werden.

Aufgrund der großen Hitze gibt es verschiedene Möglichkeiten, was den Schwelbrand ausgelöst haben könnte. Sogar eine Selbstentzündung durch Glasscherben, die auf dem Dach gefunden wurden, kann nicht ausgeschlossen werden. Die Höhe des Brandschadens auf dem Dach und eventueller Schäden an den Umkleide- und Duschräumen, die sich in dem Anbau befinden, muss noch festgestellt werden. Verletzt wurde auch hier offenbar niemand.

Am Wochenende hatte es bereits auf einer Wiese bei Mariaburghausen (Stadt Haßfurt) einen Flächenbrand gegeben. Die Haßfurter Feuerwehr löschte das Feuer, das eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern in Mitleidenschaft zog.

In Hafenpreppach verhinderte ein aufmerksamer Landwirt einen Waldbrand. Er hatte Rauchentwicklung bemerkt und rechtzeitig die Einsatzkräfte alarmiert.