Kontakte beschränken! Darum bemüht sich auch Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler (CSU). Auch wenn die Stadtratssitzungen mit viel Abstand zwischen den Ratsmitgliedern in der Stadthalle stattfinden, versuchte er, die Dezember-Termine so weit wie möglich zu reduzieren. So fasste die Sitzung am Mittwoch die Tagesordnungspunkte von zwei Stadtrats- und einer Bauausschuss-Sitzung zusammen. Abschließend behandelt wurden dabei aber nur die fristgebundenen und vordiskutierten Themen; zu anderen gab es Informationsmaterial, um sich über die Feiertage und einen wahrscheinlichen verschärften Lockdown hinweg auf einen Beschluss vorbereiten zu können. Stadträte wie Verwaltung nahmen aus der letzten Sitzung des Jahres "Hausaufgaben" mit.

Ein nach wie vor ungelöstes Anliegen der Stadt ist es, an der Einmündung der Zinkenstraße in die Brückenstraße (bisherige B 26) wieder zu einer Ampellösung zu kommen. Hier kommt es vor allem bei den Schichtwechseln der Firmen im Industriegebiet, aber auch morgens zu massiven Stauungen. Eventuell könne man hier nächstes Jahr weiterkommen, sagte Bürgermeister Michael Ziegler, der im Oktober zu einer Besprechung im Staatlichen Bauamt in Schweinfurt war und dort dieses Thema ansprach. Manfred Rott, in der dortigen Behörde zuständig für den Landkreis Haßberge, erklärte, dass er versuche, die nötigen Mittel für ein Gutachten "Ampelkonzept" zu erhalten und das Gutachten im Frühjahr 2021 in Auftrag zu geben.

Wenn Seitenstraßen der Eltmanner Altstadt mit in das Gutachten einfließen sollen, müsse sich die Stadt auch an den Kosten beteiligen, hieß es. Allerdings warnte Rott davor, mit einem vollumfänglich zufriedenstellenden Ergebnis eines solchen Gutachtens zu rechnen. Ohne Kompromisse werde es wohl nicht gehen, schon wegen der baulichen Rahmenbedingungen.

Im Bauausschuss vorbesprochen war die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Freiwillige Feuerwehr Weisbrunn. Vor Ort hatten die Räte das aktuelle Fahrzeug besichtigt, das 2008 für 1500 Euro erworben und von der Feuerwehr in Eigenleistung instandgesetzt worden war. Nächstes Jahr läuft der Tüv ab. Für den Kommandanten Thomas Neeb und den federführenden Kommandanten der Stadt, Fabian Hümmer, macht es keinen Sinn, nochmals schätzungsweise 5000 Euro zu investieren, um die Plakette zu erhalten.

Vorgelegt wurden die Varianten, wieder einen gebrauchten "Sprinter" zu kaufen und selbst auszubauen, was um die 25 000 Euro kosten würde, oder ein Neufahrzeug zu kaufen, das nach Abzug des Zuschusses mit etwa 41 000 Euro zu Buche schlägt. Der Stadtrat schloss sich der Auffassung von Drittem Bürgermeister Peter Klein (FW) an, der für das Neufahrzeug plädierte, weil dann mindestens zehn Jahre lang keine Reparaturkosten und Pannen zu erwarten seien. Die Kosten werden in den Haushaltsplan 2021 eingestellt.

In einer der letzten Bauausschusssitzungen beschäftigten sich die Ratsmitglieder mit der Frage, ob die in der städtischen Stellplatzsatzung festgeschriebene Zahl von Stellplätzen je Wohneinheit noch zeitgerecht ist. Die Verwaltung hat dazu die nötigen Informationen zusammengetragen und festgestellt, dass eine Änderung der grundlegenden Satzung nicht zu empfehlen ist, da sie rückwirkend in bereits bebauten Gebieten oder Altorten nicht umzusetzen sei. Bei neuen Bebauungsplänen wurde die Zahl bereits angepasst auf 1,5 Stellplätze, bei den künftigen Bebauungsplänen "Gründlein", "Stephanshöhe" und "Hahngrund" inzwischen auf zwei Stellplätze je Wohneinheit.

Keine Einwände gab es gegen das Neubauvorhaben der Firma "ReFood" in Limbach. Die Firma befasst sich mit der Aufbereitung von Speiseresten und will grundlegend modernisieren. Dazu ist ein kompletter Neubau am bisherigen Firmenstandort geplant, der eine Halle zur Annahme und Speiseresteaufbereitung sowie ein Verwaltungs- und ein Sozialgebäude vorsieht. Dazu kommen 33 Lkw- und 61 Pkw-Stellplätze. Ausgelegt sind die Baupläne auf bis zu zehn Mitarbeitern in der Verwaltung und 64 gewerbliche Mitarbeiter. Die Stadt Eltmann war vom Landratsamt um Stellungnahme zu dem Vorhaben gebeten worden. In einer Besprechung wurden Themen wie Wasser- und Abwasser-Infrastruktur besprochen, offenbar zufriedenstellend, so dass die Zustimmung des Rates einstimmig erfolgen konnte.