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Bauvorhaben

Gemeinderat Theres zieht neue Art der Wärmeversorgung für Baugebiet "Sauleite" in Erwägung

Der Gemeinderat Theres besprach in seiner aktuellen Sitzung eine mögliche neue Art der Wärmeversorgung für das Baugebiet "Sauleite" in Obertheres. Denn diese könnte zukünftig den Ausstoß von CO² verringern.
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Bei der geplanten Erweiterung des Baugebietes "Sauleite" in Obertheres könnte mit der Kaltwärmeversorgung eine innovatives Konzept Einzug halten. Foto: Christian Licha
Bei der geplanten Erweiterung des Baugebietes "Sauleite" in Obertheres könnte mit der Kaltwärmeversorgung eine innovatives Konzept Einzug halten. Foto: Christian Licha

Einige Bauanträge standen am Mittwoch auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses Theres. Kurz davor war dem Gremium in der vorherigen Gemeinderatssitzung am Montag bereits eine neue Art der Wärmeversorgung vorgestellt worden, die bei der Erweiterung des Baugebietes "Sauleite" in Obertheres Anwendung finden könnte. Alexander Wolf von der Überlandzentrale Mainfranken (ÜZ) in Lülsfeld stand hierbei den Gemeinderäten zum Thema "Kaltwärmeversorgung" Rede und Antwort.

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Die ÜZ erschließt zusammen mit den Kommunen Energie aus einer Wärmequelle mit einer Vorlauftemperatur im sogenannten Solekreislauf von wenigen Grad Celsius - daher die Bezeichnung "Kaltwärmeversorgung". Mit einer Wärmepumpe werden diese geringen Wärmequelltemperaturen effektiv genutzt. Die Wärmeenergie wird dabei an die Flächenheizungen im Haus übertragen und das Warmwasser zudem hygienisch aufbereitet. Das Heizen und Kühlen von Wohngebäuden mit Geothermie ist ein besonders effizientes und umweltfreundliches Verfahren.

Erfolgreiche Vorreiter in Schwebheim und Gerolzhofen

Die ÜZ bietet den Bauherren in Neubaugebieten ein regelrechtes Rundum-sorglos-Paket. Erfolgreiche Beispiele für dieses Konzept finden sich unter anderem in Schwebheim und Gerolzhofen. Hierbei werden komplette Baugebiete mittels oberflächennaher Geothermie erschlossen, jeder einzelne Bauplatz für sich. "Auf diese Weise können wir die Wärmewende in unserer Gemeinde voranbringen und einen Beitrag zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes leisten", sagte Erster Bürgermeister Matthias Schneider (CSU). Grundsätzlich sei die Versorgung des Baugebietes "Sauleite" mit der Kaltwärmeversorgung möglich, so Wolf. Bohrrisiken seien in diesem Gebiet nicht bekannt und es könne somit bis zu einer Tiefe von 60 Metern gebohrt werden.

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In drei Schritten könnte das Projekt umgesetzt werden: Mit einer Probesonde wird als Erstes ein sogenannter Thermal-Response-Test zur exakten Bestimmung der Entzugsleistung gestellt. Danach folgt eine geothermische Simulation und die Kalkulation der Gesamterschließung.

Sollte sich der Gemeinderat dann für das Projekt entscheiden, wickle die ÜZ alles weitere ab. Nach der Einholung der notwendigen Genehmigungen wird die Wärmequelle bedarfsgerecht mit Doppel-U-Sonden erschlossen und eine Außenanbindung der Erdsonden sowie eine Innenanbindung der Wärmepumpenanlage erstellt.

Die ÜZ ist auch behilflich bei der Fördermittelberatung und der Antragstellung der Bafa-Innovationsförderung. Zusammen mit den einzelnen Bauherren sorgt die ÜZ schließlich für die Anbindung der Kaltwärmeversorgung im Haus. Der Gemeinderat zeigte sich offen für diese neue Technik und werde das Thema weiterverfolgen.