610 Schüler besuchten in diesem Jahr die Dr. Ernst-Schmidt-Realschule. 111 Absolventen, das sind 100 Prozent, haben die Mittlere Reife bestanden und werden nun ihren (Berufs-)Weg weiter gehen. Glückwünsche und Ratschläge für das weitere Leben wurden den Absolventen mit gegeben. "Nicht Geld allein, sondern auch Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Gesundheit machen ein glückliches Leben aus", sagte Realschuldirektor Hartmut Weis.

Eingestimmt wurde die Feierstunde am Freitagnachmittag in der Förderschulturnhalle durch die Schulband unter Leitung von Studienrat Florian Schubert, bevor Realschulkonrektorin Luise Pannek, die mit Ablauf des Schuljahres in den Ruhestand tritt, begrüßte.

"Ich sehe heute nur in glückliche Gesichter", sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD). Mittlere Reife bedeute auch, noch nicht "ganz reif" zu sein und man müsse sich weiterhin Wissen, soziale Kompetenz und
Toleranz gegenüber seinen Mitmenschen aneignen.

Landrat Wilhelm Schneider (CSU) sagte, dass Anforderungen ständig steigen und diese von den Schulabgängern gemeistert wurden. Er sprach die gewaltigen finanziellen Aufwendungen von 7,6 Millionen Euro an, die der Landkreis in den nächsten drei Jahren in die Realschule investiere.

"Mit dem Abschlusszeugnis der Realschule habt Ihr das Fundament und den Rohbau Eurer Zukunft geschaffen."
Er rief, auf eigner Kreativität zu vertrauen und eigene Talente zu nutzen. Das Arbeits- und Lehrstellenangebot im Landkreis sei sehr gut. "Ihr habt gute Chancen, einen Beruf zu ergreifen der Euren Fähigkeiten entspricht", sagte Schneider. Er fordert auf, sich aktiv in die Gestaltung der Heimat einzubringen, sich politisch zu interessieren und sich einzumischen. "Nur wer mitmacht, kann gewinnen, wer etwas vermeiden will, sucht Gründe, wer etwas erreichen will, sucht Wege", gab Landrat Schneider den Schülern mit auf den Weg.

Schulleiter Hartmut Weis betrat stolz die Bühne und verkündete einen dreifachen Erfolg. "Alle der 111 Absolventinnen und Absolventen haben ihr Ziel, den mittleren Bildungsabschluss, erreicht." Als Mathematiker durften bei ihm einige Zahlen nicht fehlen. "14,4 Prozent von euch, also jeder siebte, hat sogar einen Notendurchschnitt, bei dem eine 1 vor dem Komma steht, darüber freute ich mich beim Unterschreiben Eurer Abschlusszeugnisse freuen", so der Schulleiter.

Erfolg Nummer drei wäre, dass fast alle bereits einen Ausbildungsplatz oder eine Weiterbildung in der Tasche hätten.

Der Dank des Schulleiters galt allen, die sich über den Unterricht hinaus im Schulleben eingebracht hatten. Explizit nannte er die Schülersprecher Yannick Wich, Michael Bäuerlein und Lorenz Brembs. "Auf Euch war, bis auf ganz wenige Ausnahmen, immer Verlass", sagte er an die Adresse der Schulabgänger.

"Den größten Erfolg hat ein Schüler erbracht, der sich in vier Abschlussprüfungen um insgesamt fünf Noten verbessert hat - eine sagenhafte Leistung", lobte Hartmut Weis.
"Jeder möge sein Ziel finden und seine Erfahrungen sammeln, sagte Elternbeiratsvorsitzende Bettina Stubenrauch. Netzwerke und nicht nur digital, sollten die Schüler aufbauen und den "roten Faden" in ihrem Leben nie verlieren.

Schülersprecher Yannick Wich sagte, dass "unser Leben" durch Eltern und Schule eine Richtung bekommen hätte. "Mit Abschluss der Realschule haben wir das passende Handwerkzeug erlangt." Auch wenn man, wie er persönlich manchmal unschöne Erfahrungen machen musste, so wäre die Schule eine "gute Zeit" gewesen. An seine Mitschüler: "Ich wünsche Euch den besten Sommer eures Lebens."

Der Schulleiter hatte sie schon gelobt, die Schülersprecher Yannick Wich, Michael Bäuerlein und Lorenz Brembs. Für die Schülermitverwaltung skizzierten die Studienrätinnen Tanja Klauer und Anne Speerschneider anhand der Buchstaben ihrer Vornamen deren Charaktereigenschaften, wobei sie für jeden Buchstaben eine durchaus "edle" fanden.

Musiklehrer, Studienrat Bernd Schmidt, zeichnete die Mitglieder der Schulband mit ihrem Leiter Florian Schubert aus.

"Es waren schöne Jahre an der Realschule in Ebern, ich habe viel gelernt, die Lehrer haben sich stets um uns bemüht." Dieses positive Resümee zieht einer der beiden Schulbesten, Florian Pitter, der eine Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten anstrebt. Sein Fernziel ist die Weiterbildung zum Chemietechniker.

Laura Schumann wird künftig das Gymnasium besuchen. "Was ich in der weiteren Zukunft dann noch vorhabe, weiß ich jetzt noch nicht", sagt sie. Was sie weiß ist, dass sie mal ins Ausland möchte. "Meine Gedanken gehen in Richtung Management", sagt die junge Frau.

Erzielt man so gute Noten, beide hatten mit 1,27 abgeschlossen, muss man gerne zur Schule gegangen sein, die Chemie zwischen Lehrern und Schülern muss gepasst haben. Bei der Feierstunde gewann man durchaus den Eindruck, dass das nicht nur bei den beiden "Besten" der Fall war. Die Dr. Ernst-Schmidt-Realschule präsentierte sich als eine große Schulfamilie bei dem gegenseitige Wertschätzung zwischen dem Lehrkörper, Schülern und Elternbeirat zu spüren war.