Eine Förderung in Höhe von 15 Prozent der nachgewiesenen Baukosten erhält der Schützenverein Sand für seine Umrüstung der Luftgewehrstände auf eine elektronische Schießanlage. Dies beschloss der Gemeinderat am Dienstagabend in seiner jüngsten Sitzung. Zu der Maßnahme gehören auch die Erneuerung der Brüstung und der Decke mit integrierter Beleuchtung nach den Vorgaben der Schießstandrichtlinie. Auch werden die Abschlusswand und der Bodenbelag an den Schützenständen erneuert. Wie der Verein in seinem Schreiben an den Gemeinde Sand mitteilte, beträgt die voraussichtliche Bausumme rund 35 000 Euro. Die Voraussetzungen der Richtlinie "Förderung des Sportstättenbaus der Vereine" werden nach den Angaben des Vereins erfüllt. Der Bayerische Sportschützenbund, Bezirk Unterfranken, hat eine Förderquote von 55 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt.

Wie in der letzten Gemeinderatssitzung ausführlich diskutiert, beschloss das Gremium nun einstimmig die Umgestaltung der Parkflächen vor der Sport- und Kulturhalle beziehungsweise der Sportheimgaststätte. Die Richtung der künftigen Einbahnstraße auf dem Platz wurde jedoch nochmals geändert, so dass die Zufahrt künftig nur noch im östlichen Bereich in Höhe der Pfarrgasse möglich ist. Die Gesamtzahl der Stellplätze ändert sich zum jetzigen Bestand nicht. Alle 28 Parkplätze und die vier Behindertenparkplätze werden erhalten, jedoch in zwei um 30 Grad geneigten Reihen neu angeordnet. Im Frühjahr wird mit der Maßnahme begonnen, die auch den Umbau der Grünanlage und eine professionelle Neumarkierung der Stellplätze vorsieht.

In der Sitzung wurden auch die Abrechnungsmodalitäten im Baugebiet "Untere Länge" bekanntgegeben. Während die Abrechnung der Herstellungsbeiträge für Wasser und Kanal nach Satzung erfolgte, können die Erschließungsbeiträge für die Straße erst nach Fertigstellung der gesamten Anlage auf Grundlage der tatsächlichen Kosten ermittelt werden. Nachdem die letzten Schlussrechnungen vorliegen, kann die Bauverwaltung nun die Abrechnung vornehmen. Grundlage für die Kostenberechnung sind die Straßen "Untere Länge", "Herrenwörth" und "Gärtleinsgraben". Die Anbindung an die Staatsstraße Sand-Knetzgau wurde nicht zur Abrechnung beigezogen.

Über den Sachstand über die Beteiligung der Gemeinde Sand an dem Energieeffizienznetzwerk gab Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) Auskunft. Zwischenzeitlich haben die ersten Netzwerktreffen mit verschiedenen Vorträgen unter Federführung des das Netzwerk koordinierenden Instituts für Energietechnik (IfE) der Technischen Hochschule Amberg-Weiden stattgefunden. Ebenfalls wurden bei einer ersten Begehung von Gemeindegebäuden durch Vertreter des IfE und der Gemeindeverwaltung Projektideen identifiziert. Im Einzelnen sind diese die Effizienzprüfung der bestehenden Heizungsanlage des Rathauses und der angegliederten Schule, die Prüfung der Nutzung von Solarenergie auf dem Campingplatz, die Prüfung der Installation einer weiteren Photovoltaikanlage am Bauhof, die Prüfung von Einsparungsmöglichkeiten durch die Umstellung auf LED in der Turnhalle und die Prüfung der möglichen bereichsweisen Einführung von LED bei der Ortsbeleuchtung.

Dritter Bürgermeister Paul Hümmer (SPD) nahm Stellung zur kürzlichen Sitzung der zehn "Lebensregion-plus"-Kommunen in Knetzgau und deren Punkt "Allianzbad für das Maintal". Vor dem Hintergrund der dort dargelegten Zahlen der Schüler am Schulzentrum Eltmann sollte seiner Meinung nach noch einmal eine Neubetrachtung in Erwägung gezogen werden. 553 von insgesamt 1082 Schülern gehören laut Hümmer dem Sachaufwandsträger Landkreis Haßberge an. Hümmer führte aus, dass 783 Schüler ohne Schwimmunterricht seien und der Landkreis-Anteil davon 71 Prozent betrage. Ihm zufolge verweigert sich der Landkreis seiner Verpflichtung, Schwimmunterricht im südlichen Landkreis anzubieten. "Das Landratsamt muss beim Allianzbad die Projektführerschaft übernehmen", fordert Hümmer.

Das Thema Allianzbad wurde aktuell, nachdem die Stadt Zeil ihr Hallenbad geschlossen hat. In einer Untersuchung wird als Standort für ein Allianzbad als Ersatz für Zeil die Stadt Eltmann favorisiert, und dort das Gelände mit dem bestehenden Freibad. Es liegt in der Nachbarschaft zum Eltmanner Schulzentrum.