"Der frühe Vogel fängt den Wurm." Diese Redensart trifft für den Termin am Dienstagmorgen um acht Uhr in zweierlei Hinsicht zu. Um diese Zeit gaben landtagsabgeordneter Steffen Vogel und Bürgermeister Hermann Niediek (beide CSU) zusammen mit Firmenvertretern und dem Leiter der Verwaltung in Hofheim, Andreas Dellert, den "Startschuss" für das schnelle Internet im Markt Burgpreppach.

"Heut geht's los, Burgpreppach liegt nicht mehr im Tal der Ahnungslosen", sagte der Bürgermeister bei der Begrüßung im Sitzungssaal des Rathauses. Er freute sich über den Zuschuss von 90 Prozent, der für den Ausbau des schnellen Internets nach Burgpreppach geflossen war. Nach den Worten des Bürgermeisters wurden etwa 700 000 Euro verbaut, von denen man etwa 600 000 Euro als Zuschuss erhalte. "Ich freue mich, dass nun alle Ortsteile mit 30 bis 50 MBit versorgt sind.
In Birkach seien sogar alle Anwesen mit Glasfaser bis ins Haus versorgt. "Birkach hat da etwas einen Vorteil", so Niediek.

Verantwortlicher Netzbetreiber sei die Firma NGN Fiber Network KG aus Aubstadt und Dienstanbieter die süc//dacor aus Coburg. Diese wurden beim "Startschuss" vertreten durch Philipp Müller (NGN) und Stefan Abschütz (süc//dacor).

MdL Steffen Vogel sagte: "Der Finanzminister hat mich geschickt, um zu sehen, ob das Geld gut angelegt wurde." Er sprach von einem guten Tag für Burgpreppach und seine Ortsteile. "Ich erinnere mich, dass vor der Kommunalwahl in jeder Bürgerversammlung das größte Thema die mangelhafte Versorgung mit dem schnellen Internet war." Wenn man bedenke, wie wichtig das Internet für Firmen und Schulen ist, könne man das verstehen. "Aber auch die Privatnutzer wollen schnell im Netz sein, und eine Versorgung mit 30 bis 50 MBit ist schon was." Ob dies für die Zukunft ausreiche, werde die Zeit zeigen.


Firmen aus der Region

Besonders freute sich Vogel, dass in diesem Fall Firmen aus der Region beauftragt wurden, das schnelle Internet in die Häuser zu bringen. "Es wird ja oft gewünscht, dass ausschließlich die Telekom als Versorger auftritt." Hier sehe man, dass andere Firmen leistungsfähig sind. "Wir wollen einen Wettbewerb, und ich freue mich, dass leistungsfähige Firmen aus unserer Region den Auftrag erhalten haben." Der Freistaat Bayern habe bis zu 880 000 Euro Fördergelder zur Verfügung gestellt, die Rechnung betrage im Fall Burgpreppach 650 000 Euro, was zeige, das günstig angeboten wurde.

Durch Aufträge an örtliche Firmen könne man Arbeitsplätze in der Region halten oder ausbauen, sagte der Landtagsabgeordnete. "Ich habe gehört, dass die Firma NGN das größte Glasfaserprojekt in Europa schultert, das ist schon bemerkenswert", so Vogel.


Nummer fünf von sechs

Der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hofheim, Andreas Dellert, erläuterte, dass fünf von sechs Gemeinden in der VG Hofheim nun an das schnelle Internet angebunden seien. Der Rest soll bis 2017 versorgt werden.

Für das Projekt in Burgpreppach wurden 12 000 Leerrohre verlegt sowie 14 000 Meter Glasfaserkabel, acht Kabelverzweiger und acht DSLAMS installiert. Insgesamt wurden 650 Haushalte erschlossen.
Ab sofort können Aufträge entgegengenommen werden.


Sprechstunden

Bürgersprechstunden sind, unabhängig vom jeweiligen Wohnort, für alle offen. Es besteht Gelegenheit, sich zu einzelnen Tarifen beraten zu lassen. Bürgersprechstunden finden in der kommenden Woche von Montag bis Freitag , jeweils um 19.30 Uhr statt: am 8. August im Rathaus Burgpreppach, am 9. August im Feuerwehrhaus Fitzendorf, am 10. August in Hohnhausen, am 11. August in Leuzendorf und am 12. August in Gemeinfeld, jeweils in den ehemaligen Schulen.