Polizei Unterfranken mit aktueller Warnung: Vorsicht vor Betrügern
Autor: Ralf Welz
LKR Haßberge, Montag, 16. Februar 2026
Die Polizei hat eine aktuelle Warnung vor Betrügern veröffentlicht. In Unterfranken kam es am Montag zu mehreren entsprechenden Vorfällen. Diese Hinweise sollten Bürger beherzigen.
Im Landkreis Haßberge sind derzeit Callcenter-Betrüger aktiv. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte, meldeten sich am Montagvormittag (16. Februar 2026) fünf Bürger bei der Polizei Haßfurt, nachdem sie betrügerische Anrufe erhalten hatten.
Die Anrufer gaben sich demnach als Polizeibeamte aus und warnten vor angeblichen Einbrüchen oder Raubdelikten in der Umgebung. Alle fünf Betroffenen erkannten die Betrugsmasche jedoch rechtzeitig und beendeten die Gespräche.
Callcenter-Betrüger treiben ihr Unwesen - Polizei gibt Verhaltenstipps
Die Polizei weist die Bevölkerung auf entsprechende Schutzmaßnahmen hin. Laut dem Polizeipräsidium Unterfranken lauten die wichtigsten Botschaften wie folgt:
- Bei verdächtigen Anrufen auflegen und selbst die Notrufnummer 110 wählen, um den Sachverhalt zu überprüfen.
- Die Polizei fordert niemals dazu auf, Geld oder Schmuck zur Abholung bereitzulegen oder an Fremde zu übergeben.
- Weder Polizei noch Justiz verlangen telefonisch Geldüberweisungen.
- Die Täter können mittels sogenanntem Call-ID-Spoofing beliebige Rufnummern auf dem Display anzeigen lassen. Die echte Polizei ruft jedoch nie unter der Nummer 110 an - auch nicht mit Vorwahl.
"Sprechen Sie mit Ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen", heißt es vonseiten des Präsidiums in der am Montag veröffentlichen Mitteilung.
"Leg' auf!" & Co.: Polizeipräsidium Unterfranken verweist auf Präventionskampagnen
Das Polizeipräsidium Unterfranken betreibt seit Ende 2020 die Präventionskampagne "Leg' auf!". Seit Juli 2022 laufen zusätzlich die Kampagnen "Ich schütze Oma und Opa" sowie "Chill mal, Oma" an unterfränkischen Schulen. In diesen wird gezeigt, wie Jugendliche ihre Großeltern und ältere Bekannte über Betrugsmaschen wie den Enkeltrick oder falsche Polizeibeamte informieren können.
Gefahr lauert derweil auch im Briefkasten: Die Bayerische Polizei warnt derzeit vor einer neuen Betrugsmasche. Wer auf bestimmte Werbeflyer und Broschüren reagiert, tappt in die Falle.