Autofahrer, Bewohner und auch Fußgänger wurden in den vergangenen Wochen und Monaten in Haßfurt auf teilweise harte Geduldsproben gestellt. In zahlreichen Straßen wurde in den Untergrund gegraben, ausgebaut und saniert. Wege und Straßen mussten halbseitig oder ganz gesperrt werden, und auf den Umleitungen wurde es bisweilen eng. Mancher Haßfurter oder Besucher der Kreisstadt war sauer.

Für erheblichen Verdruss hat in den zurückliegenden Tagen die Deckenbausanierung in der Oberen Vorstadt gesorgt. Der Verkehr floss nur in eine Richtung, bei den Asphaltierungsarbeiten musste komplett gesperrt werden.

Das Staatliche Bauamt hätte eigentlich schon im Sommer im Anschluss an Erneuerungsarbeiten der Stadt die Straße sanieren sollen. Die Stadt hatte damals im Untergrund ihre Versorgungsleitungen verlegt. Aber das Bauamt konnte nicht gleich beginnen, weil die Behörde bemerkte, dass der Untergrund der Straße im Laufe der Jahre mehr gelitten hatte als angenommen. Die Erneuerung musste tiefer gehen - im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb gab es die Verzögerung. Aber bald ist alles vorbei. Jetzt wurde die Deckschicht aufgetragen, und am Freitag (18. November) soll der Verkehr wieder frei fließen können.

Den Ärger im Umfeld zu dieser Baustelle hatten auch Schilder verursacht, die offensichtlich nicht richtig aufgestellt worden waren. So konnten Autofahrer zwar von der Bahnhofstraße in Richtung Obere Vorstand fahren, aber gegenüber dem dortigen Einkaufsmarkt war Schluss. Nichts ging mehr, die Autofahrer mussten wenden.
Bereits im Sommer hatte es in Haßfurt umfangreiche Bauarbeiten auf den Straßen gegeben. In der Unteren Vorstadt nahe dem Unteren Turm war ein Regenrückhaltebecken errichtet worden. Diese westliche Zufahrt in die Haßfurter Innenstadt wurde komplett gesperrt.

Ähnlich war es in der Industriestraße. Auch dort wurde gebaut und der Verkehr blockiert. Bleibt noch eine Baustelle, die aktuell besteht: Weil die Tiefgarage in der Promenade undicht geworden ist, muss aufgegraben und saniert werden. Dazu ist die Engelmeßgasse gesperrt.

Diese Arbeiten sind bewusst in den Herbst gelegt worden. Der Grund: Die Stadt musste, da es im Herbst eher regnet als im trockenen Sommer, anhand der Feuchtigkeitsspuren herausfinden, wo die undichte Stelle ist. Sie ist gefunden und wird jetzt abgedichtet. In Bälde sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Das Wetter muss mitspielen.