Aufatmen können in dieser Woche alle Verkehrsteilnehmer aus und um Königsberg. Der Ausbau der Staatsstraße zwischen Königsberg und der Abzweigung nach Prappach konnte abgeschlossen werden. Das teilte das Staatliche Bauamt in Schweinfurt am Freitag mit. Mit dem Ausbau wurde die Verkehrssicherheit auf der einstigen Unfallstrecke "durch die umfassenden Straßenarbeiten der letzten Monate langfristig erhöht", meint die Behörde.

Seit Ende Juli liefen die Arbeiten auf der Ausbaustrecke auf einer Länge von rund einem Kilometer zwischen Königsberg und der Einmündung in die Kreisstraße in Richtung Prappach. Dabei wurde die Linienführung der Staatsstraße wesentlich verbessert: Kuppen und Wannen wurden abgeflacht, die Querneigung in den Kurvenbereichen angepasst und die Sichtweiten dadurch grundlegend gesteigert. Auch die Bankette sind auf 1,5 Meter verbreitert worden. Insgesamt beträgt die asphaltierte Fahrbahnbreite 6,50 Meter.

Um die Verkehrssicherheit auf der Staatsstraße sowie deren Frostsicherheit auch langfristig zu gewährleisten, war es laut Bauamt nötig, die Straße komplett neu aufzubauen. Der Gesamtaufbau der Straße beträgt nun 60 Zentimeter, bestehend aus 40 Zentimetern Schottertragschicht, 16 Zentimetern Asphalttragschicht und vier Zentimetern Deckschicht. Damit ist der Aufbau nun auch frostsicher. Im Anschluss an die Ausbaustrecke wurde bis Oberhohenried auch die dortige Deckschicht mit erneuert.

Die Staatsstraße 2278 dient als direkte Verbindung der Stadt Königsberg mit der Stadt Haßfurt und als Anbindung an die Maintalautobahn (A 70). Täglich ist die Staatsstraße mit rund 3200 Fahrzeugen, davon 220 Fahrzeugen des Schwerlastverkehrs, belastet. In den vergangenen Jahren kam es auf der Strecke vermehrt zu Verkehrsunfällen. Nachdem auch verkehrsrechtliche Maßnahmen keine Besserung gebracht hatten, entschied sich die Behörde letztendlich für den Ausbau der Staatsstraße und die Beseitigung der Unfallhäufungspunkte.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Baumaßnahme auf rund 1,5 Millionen Euro. Sie werden vom Freistaat Bayern getragen. Mit 48 000 Euro ist der Landkreis Haßberge an dem Neubau des Anschlussastes in die Kreisstraße Has 12 in Richtung Prappach beteiligt.

In einer Stellungnahme freute sich auch der Stimmkreisabgeordnete Steffen Vogel, dass die Baumaßnahme nun zu einem Abschluss kommt. "Ich bin sicher, dass durch die vielfältigen Maßnahmen besonders die Sicherheit auf der Strecke erhöht wird. Bayern übernimmt damit Verantwortung für die Infrastruktur gerade auch im ländlichen Raum", so Vogel.

Landrat Wilhelm Schneider erklärte: "Was lange währt, wird endlich gut". So kann man die Bemühungen um den Ausbau dieser Strecke zusammenfassen. Mal fehlten die Mittel, mal der Grund und Boden, um die Straße auszubauen und den Unfallschwerpunkt zu beseitigen. Deswegen freut es mich sehr, dass die Baumaßnahme trotz Corona in diesem Jahr noch zum Abschluss gekommen ist und dem Verkehr wieder übergeben werden kann."

Diese Maßnahme stellt nach Schneiders Ansicht einen weiteren Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur des Landkreises dar, denn Straßen seien wichtige Lebensadern und trügen zur Entwicklung einer Region bei. Nicht zuletzt habe Corona gezeigt, dass Leben auf dem Land sehr schön sei und viele Vorteile habe. Ein gutes und sicheres Straßennetz trage zur weiteren Steigerung der Lebensqualität im Landkreis bei. "Ich wünsche mir, dass die neue Trasse unter Mitwirkung umsichtiger und vorsichtiger Verkehrsteilnehmer in Zukunft nicht mehr in den Unfallberichten erscheint. Jedem, der die Straße benutzt, eine unfallfreie Fahrt", so Schneider.

Der Bürgermeister Claus Bittenbrünn erklärte zu dem Projekt: "Als Bürgermeister der Stadt Königsberg bin ich froh und dankbar, dass die Staatsstraße 2278 nun nach langen Jahren der Planung und Grundstücksverhandlungen so perfekt ausgebaut werden konnte."