Unterstützt wird Kröner dabei vom Verkehrsreferenten im Stadtrat, Harald Pascher (FDP), der in seinem Jahresbericht eine ähnliche Forderungen erhoben hat. Die Stellungnahme des Landratsamtes, die Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) nun vorlegte, sorgte bei den Antragstellern für Unverständnis.

Die Ablehnung von Tempo 70 wird u.a. mit ausreichenden Sichtweiten an allen Ein- und Ausfahrten begründet. Die Statistik der Polizei weise für die Jahre 2009 und 2010 keinerlei Unfälle aus, auch lägen keine Erkenntnisse über das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit vor.

"Keine besondere Gefahrenlage"

Wörtlich heißt es im Schreiben der Verkehrsbehörde: "Besondere Umstände oder eine besondere Gefahrenlage aufgrund der örtlichen Verhältnisse, die das Risiko einer Beeinträchtigung der Rechtsgüter erheblich übersteigt, ist nicht erkennbar."

Eine Polizeistatistik, die unserer Redaktion vorliegt, weist aber sehr wohl für 2012 vier Unfälle allein an der Auffahrt von der Bundesstraße 279 aus. Weitere Blechschäden gab es an der Abfahrt zum Wanderparkplatz und nach Reutersbrunn sowie an der Einmündung an der alten Ziegelei. Beteiligt war dabei auch ein Fahrzeug der Polizei sowie eines städtischen Wasserwartes. Eine Tatsache, die nicht nur Harald Pascher verwunderte. "Das sollte nochmal genauer überprüft werden."