Susanne Kastner bleibt die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach. Die einstige Bundestagsabgeordnete und -vizepräsidentin wurde bei der Generalversammlung in der Brauereigaststätte Hartleb in Maroldsweisach in geheimer Wahl einstimmig wiedergewählt. Vertreter sind Doris Preßel und Herbert Baum, Schriftführerin Birgid Knöchel und Kassier Werner Thein. Als Revisoren fungieren Hanne Bornkessel und Willi Thema, die Frauen vertritt Doris Preßel und die Jugend Doreen Büschel. Beisitzer sind Erika Büschel, Marianne Conradi, Volker Dellert, Uwe Hain, Wolfgang Harnauer, Ulla Hauck, Erhard Helmreich, Helmut Kastner, Hedwig Renz, Robert Renz, Günter Reß und Ria Thein. Kooptierte Mitglieder im Vorstand sind die Gemeinderäte: Helmut Berwind, Gerhard Gagel, Gunter Hartleb, Wolfram Thein und Winfried Wolfsberger.

87 Mitglieder zählt derzeit der Ortsverein, drei sind verstorben und zwei ausgetreten.
Da 2016 nicht unmittelbar Wahlen bevorstehen, müsse man sich verstärkt um Mitgliederwerbung bemühen, meinte Kastner.


Fragiler Frieden

Die Bundestagabgeordnete Sabine Dittmar stellte in einem Referat im Blick auf den islamistischen Terror, aber auch rechtsradikale Terroranschläge fest, dass der Friede zurzeit fragil geworden ist. Freiheit und Demokratie dürften nicht durch Hass und Gewalt kaputt gemacht werden, forderte sie. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Überlegungen war die Bedrohung durch den IS.

In der großen Koalition, so ein weiteres ihrer Themen, seien viele Entscheidungen gefallen, die Verbesserungen für die Menschen gebracht haben. Dittmar verwies auf den Mindestlohn, der gegen alle Unkenrufe einen wirtschaftlichen Aufschwung gebracht hat. Auch die Rente nach 45 Beitragsjahren und die Mütterrente zeigten die Handschrift der SPD. Für die Kommunen sei ein Investitionsprogramm mit 90-Prozent-Förderung aufgelegt worden. "Noch nie wurde so viel für die Kommunen getan wie zur Zeit", sagte sie. Was aber bei den Kommunen ankomme, sei abhängig vom jeweiligen Bundesland und den "klebrigen Händen".

Zur Energieversorgung stellte Dittmar fest, dass für die geplanten Stromtrassen die Erdverkabelung Vorrang habe. In der Region gehe es beim Netzentwicklungsplan P44 modifiziert um die Trassenführung zwischen Schalkau und Grafenrheinfeld. Die Endpunkte sind festgelegt. Die Stellungnahmen aus der Region werden unter der Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit für Mensch und Strukturen eingearbeitet.Im Gesundheitsbereich seien zehn Gesetze auf den Weg gebracht worden.


In eigener Hand

Im Blick auf das Wertstoffgesetz forderte Dittmar die Kommunen auf, sich in die Debatte einzubringen. Bisher seien die Interessen der Kommunen zu wenig berücksichtigt. In der anschließenden Diskussion wurde gefordert, den bestehenden Abfallwirtschaftsbetrieb im Landkreis zu erhalten. Der Verkauf der Wertstoffe solle bei den Kommunen verbleiben. Es gehe nicht nur um die Sammlungsgestaltung, sondern auch um die Verwertung der Wertstoffe. Es sei zu befürchten, dass hier "wieder einmal die Gewinne privatisiert und die Kosten sozialisiert werden sollen". Wenn das Gesetz auf die Produktverursachung abziele, müsse mehr für Mehrwegverpackungen gesorgt werden. Zum Thema Gesundheitsreform wurden Probleme beim Rettungsdienst, der Notarztversorgung und einer qualifizierten Besetzung der Leitstellen angesprochen.