Knapp 100 Jugendwarte, Jugendsprecher und deren Stellvertreter trafen sich zur Jahresversammlung der Jugendfeuerwehren des Landkreises Haßberge im Sportheim in Goßmannsdorf. Mit seinem Rechenschaftsbericht blickte Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück.

So gab es zum Beispiel im vergangenen Jahr erstmals Jugendwarte-Treffen auf Inspektionsebene in Burgpreppach, Pfarrweisach, Kirchlauter und Trossenfurt. Hier wurden Themen behandelt, die die einzelnen Jugendfeuerwehren vor Ort betrafen. Bei der Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange in Zeil nahmen so viele Gruppen teil wie schon lange nicht mehr, zeigte sich Krines stolz. Auf Bezirksebene sei der Landkreis Haßberge sogar derjenige gewesen mit den meisten Teilnehmern. Mit Schnelligkeitsübungen, Staffellauf, Kugelstoßen, Löschangriff und theoretischen Fragen ist die Deutsche Jugendleistungsspange die höchste Auszeichnung, die man innerhalb der Jugendfeuerwehr erreichen kann.

Rund 200 Teilnehmer waren beim Höhepunkt des Jahres, dem 23. Kreisjugendzeltlager in Sulzbach, vertreten. Davor wurde die dortige Schule, die in das Zeltlager integriert ist, von vielen Helfern und dem Bauhof der Stadt Hofheim für das Event hergerichtet. Unter anderem wurden der Sanitärbereich und die Treppenanlage auf Vordermann gebracht.

Bei der Abnahme der Jugendflamme, die in drei Stufen erfolgte, war das Wissen der Jugendlichen aus der vorangegangenen Ausbildung gefragt, die die Mädchen und Buben bei ihren heimischen Jugendfeuerwehren erlangt hatten. So gab es Fragen zur Verkehrsabsicherung und zur Ersten Hilfe. Aber auch praktische Übungen, wie das Setzen eines Unterflurhydranten, standen auf dem Programm. 80 Teilnehmer erhielten die begehrte Auszeichnung.

Einen Tag der Jugend gab es bei der Feuerwehr Sand, die das 30. Jubiläum ihrer Jugendfeuerwehr feierte. 50 Teilnehmer mussten dort ihr Geschick an zahlreichen Stationen beweisen, die im ganzen Dorf verteilt waren. So galt es unter anderem, "blind" zu löschen oder Wasser von einer Wippe aus in einen Behälter zu befördern.

Kreisbrandrat Ralf Dressel (Königsberg) dankte Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines und seinem Stellvertreter Ralf Schlinke für ihre unermüdliche Arbeit für die Jugend. Dressel rief die Mitglieder der Jugendfeuerwehren dazu auf, andere junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern. Auch wenn die Mitgliederzahl im Kreis um 15 auf 589 Jugendliche gestiegen ist im vergangenen Jahr, müsse man stets bemüht sein, weiteren Nachwuchs zu gewinnen, sagte Dressel. Nur damit und mit einem späteren Übertritt zu den Aktiven könne auf Dauer die Schlagkraft der Wehren gewährleistet werden, so Dressel.

Erfreulich sei auch die Entwicklung der Kinderfeuerwehren. Inzwischen gibt es im Landkreis diese Einrichtung bei 18 Feuerwehren mit insgesamt 300 Kindern. Für die Gründung einer neuen Kinderfeuerwehr gibt es laut Dressel auch einen einmaligen finanziellen Zuschuss der Versicherungskammer Bayern.

Extra einen Platz in seinem Terminkalender freigemacht hatte Landrat Wilhelm Schneider, um an der Jahresversammlung teilnehmen zu können. Ihm war es sehr wichtig, den Jugendlichen seinen Respekt zu zollen für ihr starkes Engagement. Gleichzeitig bekräftigte Schneider sein Versprechen, in diesem Jahr zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Steffen Vogel beim Kreisjugendzeltlager als prominenter Gast an dem beliebten Spiel "Schlag die Lagerleitung" teilzunehmen. Hier müssen die Jugendlichen, die Lagerleitung und in diesem Jahr eben auch Schneider und Vogel bei Wissensfragen und Geschicklichkeitsspielen ihr Können beweisen. Landrat Schneider betonte aber: "Es geht nicht darum, wer gewinnt, sondern die Gemeinschaft zu fördern und die Kameradschaft über den ganzen Landkreis hinweg zu festigen." Und "damit er nie im Dunkeln steht", überreichte Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines an Landrat Wilhelm Schneider eine leistungsfähige Taschenlampe als kleines Gastgeschenk.

Nach einer ausführlichen Statistik zu den Mitgliederzahlen von Johannes Schobig, dem Fachbereisleiter EDV, legte Kassier Sebastian Noll seine Zahlen vor. Die Kreisjugendfeuerwehr verfügt über geordnete Finanzen, was die Kassenprüfer bestätigten. Nach der Entlastung der Vorstandschaft wurde der Haushaltsplan für das laufende Jahr genehmigt.