Zentrale Fragen, die in den deutschen Großschutzgebieten auf der Tagesordnung stehen, standen bei einer Tagung der Arbeitsgemeinschaft Zivilgesellschaft der Nationalen Naturlandschaften im Naturpark Münden im Mittelpunkt. Die Vorsitzende des Naturparks, Doreen Fragel, erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen, und Gerd Hujahn, Mitglied des Niedersächsischen Landtags und Natur-parkbotschafter im Naturpark Münden, begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus ganz Deutschland vom Schwarzwald über die Rhön und die Eifel bis zum Darß angereist waren.

Unter der Leitung von AG-Sprecher Martin Kremer vom Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. wurden Themen wie die Vereinheitlichung von Arbeitsbedingen der Rangerinnen und Ranger in den Schutzgebieten, die neuen Anforde-rungen an die Infrastruktur der Schutzgebiete mit Blick auf die Besucherlenkung und die Bedeutung des Freiwilligenmanagements beraten. Auch die Auswirkungen des Ukrainekriegs auf die Schutzgebiete war ein zentrales Thema.

Ebenfalls diskutiert wurden die Auswirkungen des sogenannten Osterpakets zum Ausbau der regenerativen Energien und dessen Auswirkungen auf die Schutzgebiete. Eine Verbesserung wünschen sich viele Fördervereine und Nichtregierungsorganisationen, wenn es um die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen von Nationalparken und Biosphärenreservaten geht.

Bundesweiter Austausch

In der AG arbeiten Vertreterinnen und Vertreter von Freundeskreisen und Fördervereinen von Großschutzgebieten (Naturparke, Biosphärenreservate, Nationalparke und Wildnisgebiete), Naturschutzverbänden, Stiftungen sowie Naturschutzakademien zusammen. Es handelt sich dabei um die zivilgesellschaftlichen und Nichtregierungsorganisationen, die durch ihre Mitgliedschaft im Dachverband die Arbeit der Großschutzgebiete unterstützen.

"Wir freuen uns über die Vernetzung und den bundesweiten Austausch, der uns den Blick auf die aktuellen Herausforderungen in die verschiedenen Bereiche der Schutzgebiete eröffnet und Ideen und Lösungen vermittelt", betont Sibylle Susat, Geschäftsführerin des Naturparks Münden. red