Alljährlich Ende Oktober lädt die Stadtkapelle Kupferberg mit ihrem Dirigenten Valerij Efremov zu einem hochklassigen Konzert in die heimische Sankt-Vitus-Pfarrkirche ein. Der gute Ruf, der diesem Event vorausgeht, lockte auch am Sonntagabend wieder Gäste aus nah und fern in die kleine Bergstadt, das Gotteshaus war prall gefüllt.

"Eigentlich ist jeder Tag voller kleiner Erlebnisse, die wie Musik unsere Seele schwingen lassen. Auch heute Abend möchte die Stadtkapelle Kupferberg dafür Sorge tragen, dass Sie den Alltag vergessen können. Lassen Sie Ihre Seele baumeln und genießen Sie moderne, klassische und abwechslungsreiche Musik in unserem Gotteshaus. Das Programm ist vielfältig, aber auch anspruchsvoll", sagte eingangs Reinhard Holhut, der wieder gekonnt durchs Programm führte. Und er versprach damit nicht zu viel.

Schwungvoller Auftakt

Für einen schwungvollen Auftakt sorgten die Nachwuchsmusiker Fiona Binczyk, Renz Klötzer, Toni Meister, Julia Müller und Paul Müller, verstärkt durch Matthias Müller und Jürgen Ramming, unter der Leitung von Fabian Ramming. "Die Stadtkapelle ist stolz auf die Probenarbeit von Fabian Ramming. Das ist unsere Zukunft", betonte der Vorsitzende des Vereins der Musikfreunde Kupferberg, Patrick Rosa. Er freute sich zudem über das Kommen von Abordnungen der benachbarten und befreundeten Musikvereine und Kapellen.

"Die Klänge erreichen wie Gott die Menschen. Ich wünsche einen schönen Abend, der alle bereichern wird", sagte Pater Andreas Walko.

Zur Eröffnung spielte die Stadtkapelle das "Eröffnungsstück" der Glücksrad-Ouvertüre von Herbert Nieswandt, bearbeitet von Johannes Thaler. Dann nahm der Klangkörper mit der "Rhapsodia Slavia" und sehr abwechslungsreichen Kompositionen die Zuhörer mit auf eine musikalische Abenteuerreise, die auch nach Paris, in die Stadt der Liebe, führte.

Das Ensemble von Valerij Efremov ließ die irische Volksweise "Carrickfergus" folgen. In diesem frechen und humorvollen Stück glänzte Patrick Rosa mit einem Tenorhorn-Solo. Mit dem Song "I only want to be with you" glänzte die Sängerin Elke Höhn. Die Erinnerungen an den österreichischen Komponisten Robert Stolz ließ das Publikum träumen. Und beim Medley "The best of ABBA" fühlten sich viele um Jahrzehnte zurückversetzt.

Beachtliche Soli

Gesanglich ließ dann Elke Höhn mit "Lenas Song" nochmals aufhorchen. Markus Rosa begeisterte mit seiner Fingerfertigkeit beim Klarinettensolo "Tico-Tico". Einer der meistverkauften Tonträger ist "The Cream of Clapton". Dieses Stück hatte Traudl Witzgall der Stadtkapelle gespendet, die damit den letzten Willen des verstorbenen Ehrenmitgliedes Heinz Witzgall erfüllte.

Zum Abschluss legte Fabian Ramming ein Schlagzeugsolo hin, wie man es in Kupferberg noch nie gehört hatte. Patrick Rosa übergab noch eine Spende an Pfarrgemeinderatsvorsitzende Irmgard Holhut.

Nach dem Schlussapplaus, den das begeisterte Publikum stehend spendete, rundete die Stadtkapelle mit zwei Zugaben den Abend ab. Und wer ihn verpasst haben sollte, der kann sich das Programm am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr in der St.- Jakobus-Kirche in Enchenreuth noch einmal anhören.