"Alles anders", so lässt sich das diesjährige Zeltlager der KLJB Bad Kissingen mit zwei Worten beschreiben.

Aufgrund der immer noch andauernden Coronakrise standen die Sterne für das alljährliche Zeltlager 2020 schlecht. Ständig wechselnde Infektionszahlen und Auflagen ließen es lange Zeit unmöglich erscheinen, ein Zeltlager zu realisieren. Doch da schon beinahe alles geplant war und der KLJB die Kinder auf keinen Fall hängen lassen konnten, musste eine Lösung her - und das besser schnell. Nach langem Kopfzerbrechen und endlosen Stunden des verzweifelten Grübelns dann die rettende Idee: Online.

Am Vorbild von Unternehmen und Universitäten entstand die Idee das Zeltlager virtuell abzuhalten. Jeder von zuhause, aber doch zusammen. Gemeinsam Spaß, kein Risiko und dennoch Zeltlagerfeeling. So musste es sein, die einzige Möglichkeit die Tradition aufrecht zu erhalten und den Kids ihr geliebtes Zeltlager doch zu ermöglichen. Also ging es mit Volldampf los, die Umsetzung musste ausgearbeitet werden, schließlich gab es ein solches Zeltlager noch nie zuvor in der Geschichte der KLJB Bad Kissingen.

An vielen gemeinsamen Nachmittagen entstand dann, was sich KLJB Bildschirm nennt. Unter dem Motto "Hakuna Matata auf Safari durch Afrika". Ein Zeltlager, eng an dem altbekannten und doch ganz neu.

Der Ablauf und die Spiele sind größtenteils klassisch, das bedeutet es wurde viel gesungen, getanzt und gebastelt. Das Ganze wurde den Kids dann jeweils durch kurze Videos, Texte oder Anleitungen zum Nachmachen auf einer Onlineplattform hochgeladen. So konnte die Onlinesafari von Zuhause aus beginnen.

Um den Kindern bei all dem Spaß etwas Wertvolles mit auf den Weg geben zu können, haben die Verantwortlichen es sich zur Aufgabe gemacht, den Kreislauf des Wassers zu einem Kernthema der Woche zu machen. So haben sie Texte, Bilder und Videos erstellt, die den Weg des Wassers von der Wolke durch die Flasche und wieder zurück erläutern, und was alles getan werden kann, um die Umweltbelastung zu reduzieren.

Rückblickend betrachtet sind die Organisatoren stolz darauf, das Zeltlager in dieser Form auf die Beine gestellt zu haben. Trotz alledem hoffen sie, im nächsten Jahr wieder mit den Kindern an einem lauschigen Lagerfeuer sitzen zu können und Lieder zu trällern. Denn das ist unersetzbar, sagen sie. red