Zur Zeit wird eine Machbarkeitsstudie für das Alte Rathaus erstellt. Dort sind normalerweise die Stadtbibliothek und die Tourist-Information untergebracht. Das Dilemma: Die Tourist-Information (TI) musste bereits vergangenes Jahr wegen Schimmelproblemen im unteren Teil des Gebäudes zügig umziehen und fand eine vorübergehende Heimat in der Georgi-Kurhalle.

Um den Betreib dort allerdings weiterlaufen zu lassen, müsste die Stadt die Kurhalle, die nicht für eine solche Nutzung ausgelegt ist, aufbessern. Doch das würde mit 150.000 Euro zu Buche schlagen. Dabei geht es unter anderem um Sonnenschutz an den großen Fenstern in der derzeitigen Arbeitsstätte, einer separaten Mitarbeitertoilette und der Lösung für die Lärmbelästigung in der Halle.

Möglicher Umzug

Darüber hinaus stehen Instandhaltungsmaßnahmen wie die Wartung der Trennwände und der Türen an. "Dabei sind, wenn die TI dort bleiben soll, keine großen Einsparungen möglich", betont Kämmerin Julia Spahn. Sie stellt deshalb die Frage in den Raum: "Lohnt sich diese hohe Investition in die Georgi-Halle überhaupt, damit die Tourist-Info dort bleiben kann?". Denn vermutlich kann sie erst eine neue Heimat finden, wenn beschlossen wird, wie es mit dem Alten Rathaus weitergeht.

Erst kürzlich fanden Gespräche zur Miete eines leeren Ladengeschäft in Ludwigstraße statt. Einen Mietpreis kann Spahn aktuell noch nicht vorlegen, die Verhandlungen dauern noch an. Aber die Ertüchtigungen in den Räumen in der Innenstadt wären zumindest nicht ansatzweise so hoch wie die in der Georgi-Kurhalle.

Zaun stört

Eine weitere Option für die Unterbringung der Tourist-Info kam aus der Stadtverwaltung: Eine Modulbauweise auf dem Bahnhofsgelände, ähnlich dem Kindergarten Rhönstrolche, könnte eine Lösung darstellen. Dieses umfangreiche Thema soll in einer eigene Stadtratssitzung besprochen werden.

Das Alte Rathaus ist derweil wegen sicherheitsrelevanten Aspekten eingezäunt. Es besteht die Gefahr, dass sich Ziegel aus dem Dach lösen. Stadtrat Dieter Seban (CSU) kritisiert das. "Auf dem Platz finden Veranstaltungen wie die Motorradsegnung statt, das gibt kein gutes Bild", sagt er. Außerdem sei der Zugang zur Bibliothek im ersten Obergeschoss erschwert.

Das Problem sei der Verwaltung bewusst und deshalb mit dem Denkmalschutz in Absprache, heißt es dazu von der Kämmerin. Für eine mögliche Sanierung nach den Erkenntnissen der Machbarkeitsstudie sind in den kommenden zwei Jahren insgesamt zwei Millionen Euro eingeplant.