Teil 5 unserer Serie "Fast-Break" zu den Basketball-Play-offs: Vor dem ersten Endspiel gegen EWE Baskets Oldenburg kommt Ed Brambrink zu Wort. Der 57-jährige Versicherungsmakler ist ein Basketballer, der freizeitmäßig seit vier Jahrzehnten Basketball spielt, sicherlich einige Hundert Bundesliga-Spiele live sah und auch neuerdings im Fernsehen begeisternd die Szene verfolgt.

Wie entstand Ihr Kontakt zum Basketball?
Seit meinem zehnten Lebensjahr spiele ich aktiv und passiv Basketball. Begonnen hat alles im Turnunterricht des CG's unter dem legendären Lehrer "Beulen Joe" und parallel durch meinen älteren Bruder Alfons (Regionalliga). Aktiv also in der Schule und am Nachmittag bis zum Abwinken auf dem Hartplatz im Nickl (Canisiusheim), meist "Eins-gegen Eins", dadurch bekam ich auch die Fähigkeit, mich unterm Korb durchzusetzen. Passiv ebenfalls durch meinen Bruder, da er mich zu den Heimspielen in die JFK-Halle mitnahm und danach gab es dann immer eine Papiertüte Pommes im Wienerwald. Freizeitmäßig spiele ich bei den "Kettenrauchern" und war bereits 1977 beim ersten Pfingstcup dabei; und auch heuer wieder in einer Mannschaft "dr. Ginsterfeld & Co". Vereinsmäßig mit 16 Jahren bei 1860 in der Jugendmannschaft unter Wolfgang Heyder und dann in der dritten Herrenmannschaft der DJK Bamberg.

Was fasziniert Sie am Basketball?
Ich bin ein typischer Mannschaftssportler und genieße es, sich gegenseitig zu unterstützen und sich in die richtige Position zu spielen. Du kennst deine Mitspieler und sie dich. Man weiß was kommt und spielt entsprechend. Auch kann man sich bei kurzfristigem Leistungsabfall aus der Mannschaft rausnehmen lassen, um sich zu erholen. Das plötzliche Umstellen von Verteidigung zum Angriff fordert deine ganze Konzentration und macht Spaß gegen den Gegner zu trumpfen.

Wer ist Ihr Lieblingsspieler?
Da gibt es nichts zu rütteln: Es war, ist und bleibt Jim Wade! Aktuell Darius Miller, seine Leistungen faszinieren mich. Von seiner guten Wurfausbeute bin ich begeistert und er kann die vom Trainer gesetzten Aufgaben bestens umsetzen.

Wie beurteilen Sie die Brose Bamberg-3:0-Halbfinalserie gegen den FC Bayern München?
Bamberg agierte stets mit ganz viel Übersicht und spielte seine internationale Erfahrung aus. Auch wenn manchmal - das ist aber typisch für Bamberg - das Herz bei dem einen oder anderen höher schlug, bis es sich dann zum Ende der Spielzeit in Partie zwei und drei dem Grunde nach beruhigen konnte, um dann von Nervosität in Freudentaumel zu wechseln.
Finale, Finale ...Was erwarten Sie sich morgen vom ersten Endspiel gegen Oldenburg?
Trotz des Auswärtssieges am Donnerstag in Ulm ist dies kein wirklich "großer" Finalgegner, der Bamberg so richtig fordern kann. Sie haben fünf harte Begegnungen hinter sich. Ich bin mir sicher, dass sie mit 3:0 bezwungen werden, die Fans werden in "Freak City" aus dem Häuschen sein und den Titel gebührend feiern.

Welchem Fan sollen wir diese Fragen denn in der nächsten Woche stellen?
Wie ich, spielte auch Günther Straub in der Zone, wechselte aber auch oft noch in die Halbdistanz und konnte hierbei aus jeder gedachten Position a lá Dirk Nowitzki mit einer leichten Rückwärtsbewegung stets den Ball im Ziel versenken. Meisterlich!

Die Fragen stellte
Bertram Wagner
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