Fachliteratur Christian Fiedler hat in seinem Buch "Bamberg - Die wahre Hauptstadt des Bieres" geschrieben: "Gegenwärtig setzen in Bamberg neun gewerbliche Braustätten Bier an, zudem betreibt auch die Mälzerei Weyermann ein eigenes Brauhaus". Das war noch vor dem Sternla-Start, damit wären es inzwischen also elf Brauereien: Spezial, Schlenkerla, Keesmann, Mahr, Fässla, Greifenklau, Kaiserdom, Klosterbräu, Ambräusianum plus Weyermann und Sternla.

Sudhaus "Mit Sternla wären es zwölf", sagt hingegen Georg Wörner, Chef der größten Bamberger Brauerei, Kaiserdom, und Vorsitzender des Verbunds der örtlichen Brauer. Denn er zählt auch noch "Kronprinz" seines Sohnes Felix dazu. "Entscheidend ist ein eigenes Sudhaus." Und die Gaustadter Gasthausbrauerei bietet ein einsehbares Sudhaus.

Definitionssache Auf fast 15 kommt dagegen Gerhard Schoolmann. Er hat als Macher im "Café Abseits" eine Art analytische Annäherung an die Frage aus dem Bereich der Stammtisch-Philosophie geliefert. Technisch gesehen verfüge die Mälzerei Weyermann nämlich noch über eine zweite Brauereianlage, in der aber nur Röstmalzbier hergestellt werde - ein Extrakt, das zum Färben von Lebensmitteln verwendet wird. "Noch kleiner ist Robesbierre, eine Hausbrauerei. Das heißt: Sie darf kein Bier vertreiben, sondern braut nur für den Eigenverbrauch", schreibt Schoolmann. Inhaber und Braumeister Robert Pawelczyk sei aber Profi. "Eine weitere Hausbrauerei in Bamberg wurde 2014 gestartet: Hausbrauerei Gleisdreieck", erklärt Schoolmann. Und dann wäre da auch noch der Hopfengarten der Gärtnerei Emmerling, wo nicht nur Hopfen angebaut, sondern auch zum Brauen genutzt wird. Es gibt zudem Bamberger Brauereien, die einzelne Sorten - im Lohnbrauverfahren in anderen Orten brauen lassen. Einige Bamberger Gaststätten bieten außerdem Biere unter eigenem Namen an, brauen aber nicht selbst. szs