Wie lange arbeitet ein Abgeordneter?

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Teilnehmer der Azubi-Akademie Bad Kissingen Foto: Frank Bernard
Teilnehmer der Azubi-Akademie Bad Kissingen  Foto: Frank Bernard

"Wie sind die Arbeitszeiten eines Landtagsabgeordneten?" und "welche Aufgaben hat die Politik gerade zu bewältigen?", das und viele weitere neugierige Fragen wurden dem Landtagsabgeordneten Sandro Kir...

"Wie sind die Arbeitszeiten eines Landtagsabgeordneten?" und "welche Aufgaben hat die Politik gerade zu bewältigen?", das und viele weitere neugierige Fragen wurden dem Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner und der Bezirksrätin Karin Renner von den Teilnehmern der BDS-Azubi-Akademie Bad Kissingen gestellt. Die Politiker waren dankbar für den Austausch mit den Auszubildenden und standen bereitwillig Rede und Antwort: "An eine 40-Stunden-Woche ist nicht zu denken", so MdL Kirchner, "dazu kommen viele Veranstaltungen, auch am Wochenende, zu denen ich eingeladen werde. Gerade der persönliche Kontakt mit den Bürgern ist sehr wichtig, um auf dessen Wünsche und Belange eingehen zu können."
Weiter wurde der Wirtschaftsstandort Bad Kissingen angesprochen. "Welche Möglichkeiten gibt es, die Region Bad Kissingen gerade für Jugendliche attraktiver zu machen", fragte Azubi José David Streng vom Modehaus Ludewig aus Bad Kissingen. Hier waren sich Bezirksrätin Renner und MdL Kirchner einig: "Was fehlt in Bad Kissingen? Das Freizeitangebot kann sich sehen lassen und das Wohnen ist lange nicht so teuer wie in München." Aber in der Nahverkehrsanbindung sehen sowohl die Azubis als auch die Politiker erheblichen Nachholbedarf. Busanbindungen sind schlecht oder nicht vorhanden, Jugendliche unter 18 sind immer von Mitfahrgelegenheiten abhängig. Bei der intensiven Diskussion wurde der Vorschlag von den Azubis eingebracht, die Freizeitangebote für Jugendliche besser visuell und inhaltlich aufzubereiten. Diese Anregung nahm Karin Renner gerne in die entsprechenden Gremien mit. "Azubis und Unternehmen haben beste Voraussetzungen und können die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes in der Region super mitgestalten", so die Botschaft des Landtagsabgeordneten.
Der 8. Workshop der diesjährigen BDS-Azubi-Akademie fand beim BDS-Mitglied und Bauunternehmen Otto Heil statt. Geschäftsführer Peter Heil legt sehr viel Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung und engagiert sich stark für die Lehrlingsausbildung.
Workshop-Leiterin Nikola Renner führte die Azubis zunächst in das Thema "Rund um Landtag und Bezirkstag" ein. Der Bayerische Landtag, mit seinen 180 Abgeordneten, ist eine der ältesten Volksvertretungen Europas. Der Bezirk Unterfranken bildet neben den Gemeinden und Landkreisen bzw. kreisfreien Städten die dritte kommunale Ebene. Das oberste politische Organ verkörpert hier der Bezirkstag mit seinen 20 ehrenamtlich tätigen Bezirksräten.
Das politische Gremium erfüllt Aufgaben, die über die Zuständigkeit oder das Leistungsvermögen der Landkreise bzw. kreisfreien Städte hinausgehen. Als Träger der überörtlichen Sozialhilfe hilft er pflegebedürftigen, behinderten und psychisch kranken Menschen. Der Bezirk Unterfranken ist zudem Träger von Fachkliniken sowie mehreren Heimen. Zu seiner Zuständigkeit zählt auch die regionale Kulturarbeit. Der Bezirk Unterfranken ist Arbeitgeber für rund 3000 Menschen verschiedenster Berufsgruppen.
Nicht nur die Politik und die Azubis waren begeistert von der Veranstaltung, auch Nikola Renner und der BDS Geschäftsführer für Unterfranken, Frank Bernard zeigten sich sehr zufrieden: "Es ist großartig wie gut die Azubis informiert waren, das hat sich in jeder Frage gezeigt. Mit solchen Workshops hilft die BDS-Azubi-Akademie die Ausbildung attraktiver zu gestalten", so Bernard. red