In der Bevölkerung zeigt sich reger Widerstand gegen die geplante Trassenführung durch das Saaletal. Bei der Aktion "Widerspruch gegen die Stromtrasse P43" wurden nach Angaben der Initiatoren Nicole und Peter Brandler sowie Denise und David Renninger (Untererthal) mittlerweile weit über 1000 Unterschriften gesammelt. Kopien davon gingen jetzt mit einem Einspruchsschreiben an die Bundesnetzagentur, TenneT, das Bundesministerium für Wirtschaft, das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft-Landwirtschaft-Energie und an Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Um Unterstützung baten die Anwohner auch die lokalen politischen Vertreter im Landtag und Bundestag, die ebenfalls ein Informationsschreiben erhielten.

Optische Zerstörung

Ihre Argumente: Der sanfte Tourismus in der Rhön und dem Saaletal würde genauso beeinträchtigt, wie die schützenswerte Natur im Biosphärenreservat. Eine bis zu 90 Meter hohe Freileitung quer durch die Weinberge wäre eine optische Zerstörung der Landschaft und hätte keinerlei Nutzen für die Region.

Online-Petition läuft

Mit dem Absenden der Briefe ist die Unterschriftensammlung jedoch nicht beendet. In vielen Geschäften im Umkreis sowie in den Gemeinden liegen auch weiterhin Listen aus, in denen die BürgerInnen mit ihrer Unterschrift die Aktion "Keine Stromtrasse durchs Saaletal" unterstützen können. Außerdem ist aktuell eine Online-Petition gestartet, zu der alle BürgerInnen aufgefordert sind, sich mit ihrer Abstimmung gegen die Höchststromleitung durchs Saaletal zu positionieren. red