"30 Jahre Seniorenbeirat ist eine stolze Zahl, ein stolzes Engagement, ist Humankapital für die Seniorinnen und Senioren, eine stolze Investition für die Zukunft unserer Stadt." Dies sagte Alt-Oberbürgermeister Norbert Tessmer, der 18 Jahre lange den Beirat leitete. Ein Jubiläum sei immer ein Grund zunächst mit der Rückschau zu beginnen, um dann einen Ausblick zu wagen, sagte Alt-OB Tessmer und blätterte zurück in die Geschichte des Seniorenbeirates. Die Idee dazu findet sich erstmals in einem Antrag der Freien Wählergemeinschaft an den Stadtrat Coburg vom 2. Mai 1984. Die frühere Dritte Bürgermeisterin Edith Seifarth stellte den entsprechenden Antrag. Zum damaligen Zeitpunkt konnte sich die Mehrheit des Stadtrates allerdings noch nicht dafür erwärmen.

Der 1990 neu gewählte OB Norbert Kastner griff die Idee auf. Als 31-Jähriger setzte er sich dafür ein, einen Seniorenbeirat einzurichten. Der Stadtrat stimmte dafür. Die Begründung war: "Die Lebenserwartung der Bürger wird immer höher und der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung immer größer." Die erste Sitzung fand am 5. März 1991 statt. Der Gründungsvorsitzende Norbert Kastner war wohl der jüngste Seniorenbeiratsvorsitzende.

Zunächst ging es um Ruhebänke in der Innenstadt, um den Appell an Radfahrer und Inline-Skater, Rücksicht auf ältere Menschen zu nehmen. Die späteren Zusammensetzungen des Seniorenbeirates haben an die erfolgreiche Gründerarbeit der Vorgänger angeknüpft und konnten und können auf einem guten Fundament aufbauen. Im Rückenwind des Seniorenbeirates konnte sich zudem der Besuchsdienst der Stadt Coburg nicht nur gut entwickeln, vielmehr war er in der Stadt zu einer unverzichtbaren Einrichtung geworden, ebenso später die Oma- und Opavermittlung. 1999 entstand das Projekt "Seniorenexpress", später "Generationenexpress" genannt. Der Teilnehmerrekord lag bei 620 Fahrgästen. Viele Jahre hat es auch den Seniorennachmittag, Faschings-, Weihnachtsfeiern, bunte Nachmittage, Weinfeste, Seniorentanz- und -kinoveranstaltungen und mehr gegeben. "Der Seniorenbeirat ist in den 30 Jahren seines Bestehens mit und an seinen Aufgaben, Anforderungen und Erwartungen gewachsen, die Arbeit wurde mit den Jahren mehr und anspruchsvoller", sagte Tessmer in seinem Grußwort.

Dank und Würdigung

Festredner Norbert Tessmer würdigte Thomas Nowak, der sich dieser Aufgabe genauso engagiert annehme, wie er es seinerzeit getan habe. Die Seele der Seniorenarbeit sei Peter Schubert, der Leiter des Sozialamtes, gewesen, dem Holger Dietz sowie Antje Hennig vom Büro Ehrenamt und Senioren nachgefolgt seien. Sie brächten sich weit über das übliche Maß mit Engagement ein.

Für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement wurde den Mitgliedern des Seniorenbeirates die goldene Ehrenamtskarte verliehen. des