Nur kleine Änderungen werden die Vorschläge zur Verbesserung des Vereinslebens in Marktgraitz nach sich ziehen, welche Gemeinderätin Natalie Grammon (SPD) per Antrag zur Gemeinderatssitzung in der Turnhalle verwirklicht haben wollte. So hatte sie im Hinblick auf eine weitere gute Zusammenarbeit der heimischen Vereine vorgeschlagen, zusätzliche Treffen mit den Vereinsvorsitzenden abzuhalten.

Hier sollte geklärt werden, welche Unterstützung sich die Vereine wünschen. Einige Vereine hätten das Gefühl, schlechter behandelt zu werden als andere. So sei die Feuerwehr bei der Werbung von Mitgliedern von der Gemeinde unterstützt worden. Natalie Grammon meinte, dagegen sei nichts einzuwenden, aber es sollten Gespräche geführt werden, um auch andere Vereine gut darzustellen. Bürgermeister Jochen Partheymüller (BB) führte aus, dass es während der Corona-Pandemie nicht leicht sei, Zusammenkünfte mehrerer Menschen zu organisieren. Des Weiteren finde einmal im Jahr eine Räterunde statt, auf dem die Termine für das nächste Jahr abgesprochen würden. Außerdem stünden nun sogar drei Bürgermeister jederzeit für Anliegen der Vereine als Ansprechpartner zur Verfügung. Sascha Partheymüller (FW) sagte, dass es immer so gewesen sei, dass die Vereine ihn angesprochen hätten und so vieles auf dem kurzen Weg erledigt werden konnte. Auch den weiteren Vorschlag von Natalie Grammon, weitere ehrenamtliche Ortssprecher oder Ansprechpartner als Sprachrohr zu beauftragen, wurde vom Gremium sehr skeptisch gesehen. Bürgermeister Partheymüller machte darauf aufmerksam, dass der Begriff eines Ortssprechers in der bayerischen Gemeindeordnung klar definiert sei. Auch sei es seiner Meinung nach fraglich, ob tatsächlich ein weiterer Ansprechpartner seitens der Bevölkerung gewünscht werde.

Kleinste Kommune im Landkreis

Als kleinste Kommune im Landkreis sei man zudem in Marktgraitz mit drei Bürgermeistern, zwölf Gemeinderäten sowie einer Senioren- und einem Jugendbeauftragten mit Stellvertretern doch sehr gut aufgestellt. Weitere Ehrenamtliche würden noch mehr Bürokratie mit sich bringen. Dritter Bürgermeister Michael Beier machte den Vorschlag, dass auch der Zweite und Dritte Bürgermeister ein E-Mail-Postfach in der Gemeinde bekommen könnte, um eine weitere Möglichkeit der Kommunikation zu erreichen. Dies wurde von allen befürwortet.

Positives konnte Bürgermeister Jochen Partheymüller mit einem Schreiben des Landratsamtes bekanntgeben. So wurde die Genehmigung der Kreditaufnahme im Haushalt 2020 von 70 000 Euro für Investitionsfördermaßnahmen rechtsaufsichtlich genehmigt. Die Genehmigung wurde an die Bedingung geknüpft, die Kalkulation der Beitrags- und Gebührensätze in der Abwasserbeseitigung zu überprüfen. Ferner wurde darauf hingewiesen, dass die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gewährleistet sein müssen.