Im Steinacher Fasching wird es heuer richtig heiß hergehen, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Frei nach dem Motto "Volle Kanne, nei die Savanne" stehen dieses Jahr die Büttenabende am 7. und 8. Februar unter dem Thema Afrika - vom Bühnenbild, über die Musik, die Küche und die Tiki-Bar bis hin zu den närrischen Beiträgen.

"König der Löwen" haben gleich die Bambinis und die große Showtanzgarde einstudiert. Dazwischen gehen die SteBra (Steinacher und Klein- und Großenbracher) in ihrem Gardetanz auf Safari, und die Wild Dancers entführen die Zuschauer in 1001 Nacht. Die Gast-Garde, die jährlich wechselt, stammt heuer aus Poppenlauer/Strahlungen.

Das Programm ist gespickt mit zahlreichen Vorträgen, vom Stänich Report und dem Eulenspiegel bis zur Yoga-Gruppe. Auch Stargast Fredi Breunig tritt in bewährter Manier auf. Erstmals wird zudem Melissa Laudensack aus Untererthal den Abend mit ihrem Vortrag "Männersache" bereichern.

Durch den Abend, sprich die Faschings-Safari der "Verflixten 7", führt Sitzungspräsident Andy Alles als Moderator, der mit den Siebenern (sonst eher als Elferrat bekannt) auch für FEZ sorgt. Die Missgeschicke des Ortes werden gesammelt, das größte bekommt am Ende "Die Goldene Gurke" verliehen.

Erstmals wird es in diesem Jahr außerdem hohe Auszeichnungen des Fasnachtsverbandes geben. Der Steinacher Heimatverein, der 2003 gegründet wurde und inzwischen über 200 Mitglieder hat, heißt zwar nicht Faschingsclub, aber "ich würde sagen 70 Prozent von dem, was wir machen, ist Fasching", sagt 1. Vorsitzender Frank Schmitt.

Und: "Wir in Steinach sind da immer ziemlich direkt", kündigt er an. Das dürfte so kurz vor den Kommunalwahlen spannend werden. Sicher sei auch, dass nicht alles den amtierenden Gemeinderäten und Bürgermeister wohlbekommen wird, "denn die Stänicher Volksseele brodelt und viele Bürger sind verärgert über die Politik der letzten Jahre und den damit verbundenen Verfall der Steinacher Infrastruktur und Ortsqualität", sagt Schmitt. Der Fasching werde zwar keine Wahlveranstaltung werden, aber "wir werden unserem Unmut Luft machen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen", hofft er, dass man trotz humoristischer Verpackung so manchen zum Nachdenken anregen kann.

Doch "auch wenn man von den dörflichen Missgeschicken oder der Kommunalpolitik nichts weiß, amüsieren sich unsere auswärtigen Gäste vorzüglich und kommen jedes Jahr wieder", weiß Schmitt. Nach dem fast fünfstündigen Programm ist eine After-Safari-Party mit den DJs Paul & Flo angesagt.