Die Kardiologie der Klinik Fränkische Schweiz hob sich beim Klinikcheck 2018 durch überdurchschnittliche Qualität bei den Implantationen von Herzschrittmachern und Defibrillatoren hervor und zählt jeweils zu den Top-Performern, teilt die Krankenhausverwaltung mit.

Herzrhythmusstörungen können zu Schwindel, Ohnmachtsanfällen und dem plötzlichen Herztod führen. Typische Erkrankungen, die schwere Herzrhythmusstörungen verursachen, betreffen die Herzkranzgefäße oder den Herzmuskel wie zum Beispiel bei einer Herzmuskelentzündung. Seltener, vornehmlich bei jüngeren Patienten, gibt es vererbbare Erkrankungen, die zu schweren Rhythmusstörungen führen können.

Dabei seien, erklärt Samir Murad, Chefarzt der Kardiologie, langsame von schnellen Herzrhythmusstörungen zu unterscheiden mit jeweils anderen Therapieoptionen. "Wenn das Herz aufgrund von Störungen bei der Reizbildung oder Reizleitung zu langsam schlägt, werden Herzschrittmacher implantiert, die diese Aufgaben übernehmen. Defibrillatoren werden demgegenüber bei sehr schnellen, lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen eingesetzt, bei denen die Herzfrequenzen so hoch sind, dass das Herz nicht mehr ausreichend arbeiten kann und der plötzliche Herztod droht. Erkennt der Defibrillator solch eine Rhythmusstörung, versucht er, diese zu beenden, was fast immer erfolgreich ist."

Im aktuellen Klinikvergleich, durchgeführt durch den "Klinikcheck", einem gemeinsamen Projekt einer Zeitung und des Lehrstuhls für Gesundheitsmanagement der Friedrich-Alexander-Universität, wurde die Kardiologie in Ebermannstadt als Top-Performer sowohl bei den Herzschrittmacherimplantationen als auch bei den Defibrillatorimplantationen bewertet. Bei den Herzschrittmachern errang die hochspezialisierte Fachklinik aus der Fränkischen Schweiz Platz 5 von 19, bei den Defibrillatoren Platz 4 von 7 in der Gruppe der Top-Performer. Bei der Erstellung des Rankings wurden die medizinischen Qualitätsinformationen besonders hoch bewertet.

Weitere Kriterien waren die jeweiligen Fallzahlen aus dem Referenzjahr 2018, also die Anzahl der behandelten Patienten sowie die Weiterempfehlungsrate der Patienten. Die medizinischen Informationen stammen aus den Qualitätsberichten, deren Veröffentlichung für Krankenhäuser verpflichtend ist, und anonymisierten Abrechnungsdaten der AOK. Bei den Qualitätsindikatoren der Operationen, die bundeseinheitlich festgelegt sind, punktet die Klinik Fränkische Schweiz besonders bei der Einhaltung bzw. Unterschreitung der durchschnittlichen Eingriffsdauer: Dadurch sinken die Komplikations- und die Infektionsrate. red