An dem Weihnachtsmarkt hängen Existenzen von Schaustellern und Händlern der Bamberger Innenstadt. Der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins Bamberg, Andreas Jakob, begrüßt deshalb auch ausdrücklich die Initiative, den diesjährigen Weihnachtsmarkt zu retten.

"Wir unterstützen den Vorschlag von dezentralen und temporären Stadtteilmärkten und schlagen zusätzlich vor, den diesjährigen Weihnachtsmarkt im gesamten Innenstadtbereich zu verteilen", so Andreas Jakob in einer Pressemitteilung. Für den Stadtmarketing-Vorstand hat der Weihnachtsmarkt nicht nur wirtschaftliche, sondern auch eine große ideelle Bedeutung. "Der Weihnachtsmarkt gehört einfach zur Weihnachtszeit und ist für kleine und große Kinder gleichermaßen ein Ort der Zusammenkunft, Freude und Kommunikation", so Jakob.

Nach Ansicht vom Stadtmarketing Bamberg könnten die Teilnehmer des letztjährigen Marktes vom Maxplatz bis zur Altstadt verteilt werden, um die Anzahl von Schaustellern auf dem Maxplatz um 50 Prozent zu reduzieren. "Durch die Verteilung der Maxplatzstände auf die gesamte Innenstadt können große Menschenansammlungen vermieden werden, ohne den Leid geplagten Schaustellern absagen zu müssen. Auch sind die aktuellen Hygieneauflagen bei der Verteilung der Stände leichter umsetzbar", so Jakob.

Schwerer Rückschlag

Für den Zweiten Vorsitzenden Mathias Baluses wäre die Absage des Marktes nicht nur für die Schausteller ein schwerer Rückschlag. "Die Verluste der innerstädtischen Wirtschaft waren und sind, unter anderem durch den Lockdown, dramatisch. Die Zeit der Geschäftsschließungen und des ausbleibenden Tourismus, die Absage der Veranstaltungen und die immer noch anhaltende reduzierte Kaufbereitschaft hat viele Unternehmen in eine schwierige, zum Teil existenzbedrohende Lage gebracht."

Stadtmarketing-Vorstand Sandro Da Ros schlägt derweil einen historischen Brückenweihnachtsmarkt vor, bei dem insbesondere die Brücken der Welterbestadt Bamberg aktiv eingebunden werden, um die Menschenmassen in der Stadt zu entzerren. "Alleine auf der Oberen und Unteren Brücke könnten rund zwanzig Weihnachtsmarktstände aufgebaut werden, ohne die derzeitigen Abstandsregelungen zu missachten", so der langjährige zweite Vorsitzende der Bamberger Marktkaufleute und Schausteller.

Zudem schlägt das Stadtmarketing Bamberg einen zusätzlichen temporären Inklusionsweihnachtsmarkt vor. "Wir wollen zur Weihnachtszeit etwas für den Zusammenhalt in der Gesellschaft tun", erläutert Da Ros die Idee hinter dem Vorschlag.

Berührungsängste abbauen

"Menschen mit Behinderungen sind in der Corona-Pandemie zunehmend ins Abseits gedrängt worden." Für diese Menschen sei ein temporärer Weihnachtsmarkt eine Chance, sich zu beweisen, Berührungsängste abzubauen und so vielleicht auch mal für einen Weihnachtsmarkt an einem der Stände angestellt zu werden. Als Partner für den Inklusionsweihnachtsmarkt kann sich das Stadtmarketing Bamberg die Initiative "Integra Mensch" von der Lebenshilfe als auch den Verein "Goolkids" vorstellen. red