Die Neuwahlen standen im Vordergrund der Jahreshauptversammlung der Frankenwaldverein-Ortsgruppe Grafengehaig im Gasthof Zeitler in Seifersreuth. Als Obfrau erhielt wiederum Margitta Hieke das Vertrauen. Martin Döring und Ismail Matgar übernahmen die Aufgabe als Wegewarte sowie Gerhard Knarr und Wenzel Wuscheck als Wanderwarte.

Um das Schriftliche kümmert sich Diana Schramm. Neue Hauptkassiererin ist Carolin Kölbl, die nach langjähriger Tätigkeit Renate Lauterbach ablöst. Ausschussmitglieder sind Sabine Burger und Gisela Hagen. Die Vereinskasse prüfen Nicole Schicker und Hans Eichner.

"Man muss leider sagen, dass circa 90 Prozent der geplanten Veranstaltungen durch die Corona-Pandemie unmöglich gemacht wurden. Es war für uns keine einfache Entscheidung immer wieder Vorhaben abzusagen, aber aus der Verantwortung des Vorstandes gegenüber unseren Mitgliedern gab es keine andere Möglichkeit", machte die Obfrau deutlich. Sehr schmerzhaft war für die Vorstandschaft, die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag der Patenschaft mit Tanna platzen zu lassen, doch war man sich einig, dass dieser Höhepunkt der freundschaftlichen und kooperativen Zusammenarbeit mit den Freunden später stattfinden wird.

Für die Wanderjahre 2020-2022 werden alle treuen Mitglieder im Rahmen der Feierstunde zum 75. Geburtstag der Ortsgruppe Grafengehaig im Juli nachträglich geehrt, ebenso die 30 Jahre Patenschaft mit Tanna. Wie Margitta Hieke betonte, waren die in der Verantwortung der Ortsgruppe stehenden Wanderwege und Brücken auch im Jahr 2021 ein großes Sorgenkind. Dank der Bereitschaft der Gemeindearbeiter Grafengehaigs und Pressecks sowie von Bürgermeister Werner Burger habe man Schlimmeres auf den Wanderwegen abwenden können, so die Obfrau. Ohne die tatkräftige Unterstützung wäre die Kritik von Wanderfreunden und Spaziergängern aus nah und fern noch gravierender gewesen.

"Wir sind ein Team oder Ortsgruppe, und da sollte es doch möglich sein, männliche Freunde zu finden, die diese Wegearbeiten für unsere Heimat ehrenamtlich miterledigen können", sagte sie. Schließlich seien die Wanderwege das Aushängeschild der 165 Mitglieder starken Ortsgruppe Grafengehaig.

Die Obfrau freute sich, dass die Familie Kölbl der Ortsgruppe neu beitrat und eine Heimat im Frankenwaldverein gefunden hat. Der Bund, aber auch der Landtag sollten sich nach ihrer Meinung ernsthaft Gedanken machen, wie es mit der ehrenamtlichen Arbeit in Zukunft weitergehen soll. Wenn alles erst von der Bildfläche verschwinde, werde es dauern, es wieder zum Leben zu erwecken, oder es bleibe für immer in der Versenkung. Die Honorierung durch die Ehrenamtskarte im Landkreis löse dieses Problem auf keinen Fall.

Bürgermeister Werner Burger sagte allen Dank, die sich im Vorstand der Ortsgruppe engagieren. Die Marktgemeinde brauche "ihre Vereine zum Leben!" kpw