"Wir haben die Absicht, unsere Straßenbeleuchtung zu erneuern", erklärte Bürgermeister Jens Korn bei der jüngsten Video-Stadtratssitzung. Inzwischen lohne sich eine Umstellung auch finanziell durch die Einsparungen beim Stromverbrauch. Er sah auch wirksame Verbesserungen im Umwelt- und Naturschutz: Weniger Kohlendioxid werde ausgestoßen. Die Frage der Lichtverschmutzung stelle sich, deren Einfluss auf die Insektenwelt sei nachweisbar. LEDs mit konzentrierterem Licht seien ökologisch ein großer Vorteil.

Insekten würden von alten Leuchten angezogen. Die neuen Leuchten gäben nach oben kein Licht mehr ab, erläuterte Edgar Müller, Kommunalbetreuer beim Bayernwerk. Mit der LED-Beleuchtung trage man viel zur Reduzierung bei: Ortschaften wirkten von außen dunkel - und das solle erreicht werden. Vor Ort seien Straßen und Wege hell.

Zwei Varianten vorgestellt

Müller stellte dem Gremium zwei mögliche Varianten vor. Die erste habe Gesamtkosten von 107 000 Euro. 131 621 Kilowattstunden könnten jährlich eingespart werden, was eine Stromkosteneinsparung von 29 407 Euro bringe. In 3,6 Jahren wären die Ausgaben durch die Einsparungen ausgeglichen. Bei der zweiten Variante würden mehr Leuchten ganz ausgetauscht, was Kosten von 119 424 Euro brächte. Die Stromverbrauchseinsparung läge hier jährlich bei 132 298 Kilowattstunden, die jährliche Stromkosteneinsparung bei 29 811 Euro. 62,7 Tonnen Kohlendioxid würden jedes Jahr eingespart. Die Amortisationszeit liege hier bei vier Jahren.

Bürgermeister Korn blickte auf das Jahr 2020 zurück. In Wallenfels sei eine Menge geschehen: "Trotz Corona wurden die Leitprojekte gut vorangebracht. 2021 wird ein Jahr der Umsetzung."

2020 habe zwar eine Wirtschaftskrise gebracht, die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt seien jedoch nur um zehn Prozent zurückgegangen. Die starke Wirtschaft mit tollen Unternehmen und ein guter Branchenmix hätten dies gestützt.

Lob für den großen Zusammenhalt

Korn lobte auch die gegenseitige Rücksichtnahme und Fürsorge: "Wir haben heuer gemerkt, dass wir einen großen gesellschaftlichen Zusammenhalt in Wallenfels haben. Man hilft sich ganz einfach. Es ist eine sehr gefestigte Gemeinschaft, auf die wir stolz sein können."

Ehrenamtliche in Vereinen und Organisationen hielten ihre Vereine aufrecht, obwohl das Leben in den Vereinen stillsteht. Auch in der Kirche engagierten sich Menschen. Einzige Veranstaltungen seien die Gottesdienste, die mit erheblichem Aufwand der Ehrenamtlichen für den Infektionsschutz möglich seien. Und es gebe noch viele mehr, die das öffentliche Leben aufrechterhielten, wie etwa die Beschäftigten im Verkauf, im Gesundheitsbereich, in der Pflege oder in den Firmen und Betrieben. Bürgermeister Jens Korn: "Ich würde mir wünschen, dass sich das Leben normalisiert, dass wir unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt bewahren und in die Zukunft tragen."

Die Kommunalwahlen hätten das Bild des Stadtrats erheblich verändert. Die neuen Mitglieder seien schnell konstruktiver Teil des Stadtrates geworden. Acht Stadtratsmitglieder seien ausgeschieden. "Leider konnten diese noch nicht in einem würdigen Rahmen verabschiedet werden. Wir werden dies im nächsten Jahr nachholen", versicherte Korn.

Frank Jakob, langjähriger Geschäftsleiter in der Stadtverwaltung, sei Bürgermeister in Teuschnitz geworden. Korn: "Er kann wirklich gut auf Menschen zugehen." Auch er soll gebührend verabschiedet werden. Relativ rasch sei es gelungen, einen sehr kompetenten Nachfolger zu finden: Seit 1. August sei Christoph Hohlweg neuer Geschäftsleitender Beamter.

Mit Elisabeth Stadelmann werde eine sehr erfahrene Mitarbeiterin nach über 40 Jahren in Rente verabschiedet. Ihre Nachfolgerin sei Ute Grebner.

Christian Stumpf lobte, was im Rathaus das ganze Jahr über bewältigt worden sei. Marco Fischer dankte für das gute Miteinander im Stadtrat und mit der Stadtverwaltung: "Wir haben eine schwierige Zeit hinter uns und sicher eine noch schwierigere vor uns." Bernd Stöcker würdigte den Bauhof Wallenfels, der hervorragende Arbeit leiste.