Anette Schreiber

Der "Steigerwald-Express" soll nach den Wünschen des Burgwindheimer Marktgemeinderates an Sonn- und Feiertagen zwischen Mai und November weiterhin in den Westen des Landkreises rollen. Dafür macht sich das Gremium per Beschluss stark.
Seit 2011 fährt der rote VGN-Bus als "Steigerwald-Express" - Linie 990 - auf zwei Routen in den westlichen Landkreis. Eine Linie beginnt am Bahnhof in Hirschaid und führt über Herrnsdorf nach Frensdorf, über Burgebrach und Burgwindheim nach Ebrach. Die andere Linie startet am Bahnhof Bamberg, fährt ebenfalls nach Frensdorf und über Pommersfelden nach Schlüsselfeld.


Differenz wird aufgefangen

Der Linienknoten in Frensdorf ist so getaktet, dass man hier auf die jeweils andere Linie umsteigen kann. Gefördert wird der Steigerwald-Express vom Landkreis und den Gemeinden, die der "Express" versorgt: Frensdorf, Burgebrach, Schlüsselfeld, Pommersfelden, Burgwindheim und Ebrach. Gemäß eines Schlüssels wird die Differenz zu den Erträgen aufgefangen. Wie Bürgermeister Heinrich Thaler (CSU) dazu ausführte, seien die Fahrgastzahlen nicht zuletzt dank des Baumwipfelpfades in der jüngsten Zeit doch deutlich gestiegen. Weil ab 2018 eine andere Ausschreibungsform (Bündelausschreibung) für die Linie möglich ist, so zeigte er sich sicher, würden die Kosten sinken. Bei einer Fortführung der Linie um weitere drei Jahre geht er von Kosten von etwa maximal 2100 pro Jahr aus. Erwogen wird eine Fortsetzung bis 2024. Den Nutzen der Linie, so Thaler weiter, könne man nicht in Euro ausdrücken. Gerade wenn in Burgwindheim das Vorhaben "Ebrachtalaue" realisiert werde, sei die Linie wichtig, ebenso für die gesamte Region. "Wir können ja auch günstig nach Nürnberg fahren", warb er weiter.
Die große Mehrheit des Gremiums steht hinter der Linie, die deshalb mit einem 11:1 Beschluss fortbestehen soll.
Lange überlegte das Gremium, wie man das Projekt "Gesunde Kommune" einschätzen soll. Für die ärztliche Versorgung Burgwindheims habe man nach Wegzug des letzten Allgemeinarzt selbst die Initiative ergriffen. Letztlich fand das Gremium zu der Lösung, bei denjenigen am Ort das Interesse abzufragen, die sich mit der Gesundheit der Gemeindebürger beschäftigen, also den Ärzten. So sollen die Bürgermeister mit ihnen das Gespräch suchen und nachfragen.


Gesprächsbedarf

Gesprächsbedarf gibt es wohl auch zum Straßenausbau im Gemeindeteil Untersteinach. Der Landkreis möchte hier die Kreisstraße (Ortsstraße) zügig erneuern. "Das wird eine Riesen-Baustelle", merkte der Bürgermeister dazu an. Im Rahmen einer Dorferneuerung gäbe es Fördermittel, auch für weitere Gestaltung. Ohne Dorferneuerung käme auf die Gemeinde ein höherer Kostenanteil zu, den sie nach einem vorgegebenen Schlüssel an die Bürger weitergeben müsste. Zu dem Thema soll es nun eine Bürgerversammlung geben, die klären soll, ob sich die Untersteinacher für eine Dorferneuerung gewinnen ließen. Zufrieden konnte der Bürgermeister zum Thema Mittelaltermarkt mitteilen, dass nun ein Termin gefunden ist: der Samstag vor dem Blutsfest.