Karl-Heinz Hofmann

Teuschnitz — Priestertausch in Kirchengemeinden und kostensparende Synergieeffekte bei Investitionen sind positive Auswirkungen der Neustrukturierung im Katholischen Seelsorgebereich Frankenwald. In den Tagen vor Weihnachten ist aufgefallen, dass der Leitende Pfarrer im Seelsorgebereich Frankenwald, Dekan Detlef Pötzl, die Gottesdienste in der Herz-Jesu- Kirche Pressig, St. Bartholomäus Rothenkirchen und St. Anna in Welitsch zelebrierte. Dies nahmen wir zum Anlass nachzufragen, welche Bewandtnis es damit hat, denn Pötzls Schwerpunkt liegt als Pfarrer der Pfarreien Teuschnitz und Tschirn und als Kuratus der Kuratie Wickendorf mit Marienroth, hauptsächlich in diesen Kirchengemeinden. Dazu Pfarrer Detlef Pötzl: "In unregelmäßigen Abständen - etwa alle vier Wochen - bemühen sich Pfarrer Anton Heinz und ich um einen Gottesdiensttausch. Am Wochenende vor Weihnachten war ich in Pressig, Rothenkirchen und Welitsch. Pfarrer Heinz war in Marienroth, Teuschnitz und auch als Klinikseelsorger in der Helios-Frankenwaldklinik in Kronach."

Wie Pfarrer Pötzl weiter erklärte, wurde er zum 1. September 2019 als Pfarradministrator für die Pfarreien Pressig, Rothenkirchen und Posseck (mit den dazugehörigen Filialgemeinden) ernannt. Für die Pfarreien Teuschnitz, Tschirn und die Kuratie Wickendorf-Marienroth ist er bereits seit 1. September 2017 als Pfarrer ernannt. Pötzl: "Gerne bin ich für alle Gemeinden im Dienst und will auch Verantwortung übernehmen. Der Pfarrer soll ja mit den Gemeinden leben und glauben, Kontakte pflegen und eine lebendige Seelsorge fördern. Man kann aber natürlich nicht ständig überall sein."

Eine wertvolle Unterstützung in der Seelsorge sei Pfarrer Anton Heinz, der seit 1. September 2020 einen Auftrag als Pfarrvikar für den ganzen Katholischen Seelsorgebereich Frankenwald hat. Dafür habe er einen Beschäftigungsumfang von 50 Prozent. Den Rest seines Dienstes leistet er in der Helios-Frankenwaldklinik in Kronach. Sein Dienstsitz ist in Rothenkirchen. Pötzl: "Intern haben wir unsere Zuständigkeiten aufgeteilt. Er hat seinen Schwerpunkt in Pressig, Rothenkirchen und Posseck, während ich einen Schwerpunkt in Teuschnitz, Tschirn und Wickendorf-Marienroth habe. Zusammen mit Gemeindereferent Andreas Roderer und Pastoralreferent Hans Löffler sind wir also ein Team für die uns anvertrauten Gemeinden. Damit auch den Gläubigen immer wieder deutlich und sichtbar wird, dass wir gemeinsam verantwortlich sind, tauschen wir in regelmäßigen Abständen die Gottesdienstorte, damit wir überall wahrnehmbar werden und damit auch die unterschiedlichen Charismen und Talente (und auch die Fehler und Schwächen), die wir alle haben, fruchtbar werden für alle Gemeinden."

Soweit die Antwort von Detlef Pötzl auf die Nachfrage, warum es rotierenden Priestertausch in den Pfarrgemeinden gibt. Er spricht in Zusammenhang mit der Anschaffung einer neuen Beschallungsanlage in der St.-Bartholomäus-Kirche in Rothenkirchen auch Synergieeffekte an, die für die Kirchenverwaltungen genutzt werden. Seit 1. Februar 2020 ist Stefanie Trautendorfer als Verwaltungsleiterin im Katholischen Seelsorgebereich Frankenwald tätig und unterstützt von Welitsch bis Wallenfels die angeschlossenen 28 katholischen Kirchenverwaltungen bei ihren Aufgaben. Unter anderem begleitet die Verwaltungsleiterin derzeit einige Bauprojekte und war vor allem in der jüngsten Vergangenheit mit der Sanierung der St.-Jakobus-Kirche in Tschirn beschäftigt. Wie in Rothenkirchen stand auch in Tschirn die Erneuerung einer Beschallungsanlage an. Gerade bei Kirchenräumen ergeben sich oft Spezialfragen zur Beleuchtung, Beschallung, zum Umgang mit alter Bausubstanz zu den Anforderungen des Denkmalschutzes und mehr. "Damit nicht jeder Kirchenpfleger und jeder Kirchenverwaltungsvorstand alles selbst erfinden muss, ist es gut, das Know-how zu sammeln und Synergieeffekte zu nutzen", so Pfarrer Pötzl.

Hier ist Stefanie Trautendorfer mit ihrem Wissen zu Spezialfirmen und zu Finanzierung und Bezuschussung sehr hilfreich. So konnte für Tschirn als auch für Rothenkirchen mit der Firma Seis-Akustik eine erfahrene Firma gewonnen und Kosten gespart werden. Pötzl: "Solche positiven Effekte wollen wir im Seelsorgebereich weiter nutzen und ausbauen."