- Die Anziehungskraft des Feuers und Pfarrer Andreas Hornungs künstlerisches Spiel mit diesem Grundelement, kombiniert mit facettenreicher harmonischer Musik faszinierte die Zuschauer im Pfarrgarten in Weißenohe. Große augen machten vor allem die Vorschulkinder, die sich das musikalische Feuerspektakel nicht entgehen ließen.
"Lieder zwischen Erde und Himmel" hieß die Sendung des hessischen Rundfunks, die Siegfried Fietz bis 1996 zehn Jahre lang leitete. Zwischen Erde und Himmel fühlte sich das Publikum, als Siegfried Fietz mit seinem Sohn Oliver eine Auswahl der über 4000 eigenen Liedkompositionen sangen.


Ein spirituelles Erlebnis

Siegfried Fietz wird als Vorreiter der modernen christlichen Musik genannt. "Von guten Mächten wunderbar geborgen" gehört zu seinen bekanntesten Vertonungen und fehlte auch bei dem romantischen Musikkonzert im Pfarrgarten nicht. Siegfried Fietz' Musik spricht eine Bandbreite an Gefühlen an und animiert zum gestischen Mitwirken. Auch die Kindergartenkinder formten eine Schale, als es in den Texten um das Feuer ging und deuteten mit den Händen eine Rolle an, um die Veränderungen, die das Leben mit Gott bewirkt, sichtbar werden zu lassen. Spirituell betrachtet beinhalten das Feuer und die Musik eine starke Symbolkraft, die für den christlichen Glauben stehen. Das Feuer als Symbol für den heiligen Geist. Oder für "Feuer fangen", sich von etwas begeistern lassen. Der Kreis schließt sich, der Abend war ein Geben und nehmen. Eine Begeisterung, die von den Liedern, deren Botschaften und der unnachahmlichen Feuershow ausging und als begeisterter Applaus zu den Akteuren zurück gegeben wurde.


Leuchtende Kinderaugen

Die Vorschulkinder fieberten mit, hielten die Luft an, als Hornung die Poi in die Luft warf und wieder auffing oder um seinen Körper wirbeln ließ. "Er kann das, es ist unser Pfarrer", sagte eines der Vorschulkinder zu den anderen, als die Spannung für die kleinen und großen Zuschauer mit jedem Song und Feuertanz stieg. Pfarrer Hornung hat das Arbeiten mit einem Poi von seinem Freund Klaus Scheuermann gelernt. Dieser sah dies in Neuseeland und machte es sich zur Passion, Leute beruflich für das Arbeiten mit Poi auszubilden. Gerade für Legastheniker soll das Arbeiten mit einem Poi hilfreich sein. Als Hornungs Freund zu einem Auftritt nicht kommen konnte, fing Andreas Hornung selbst an und verfeinerte die Übungen mit den Poi immer weiter, bis er die Auftritte auch tänzerisch bestreiten konnte. Für seine Auftritte füllt Hornung kleine Eisenkäfige mit Grillanzünder und Spiritus und bietet den Zuschauern bei Dunkelheit mit Feuerkugeln eine faszinierende tänzerische Show, passend zur Ouvertüre aus Siegfried Fietz Musical "Franziskus".