Die Marktleugaster Schule ist auf dem neuesten technischen Stand und somit fit für das digitale Zeitalter. Davon überzeugte sich der Schulbeirat des Gemeinderats vor Ort.

In erster Linie ging es im Gespräch mit der Schulleitung allerdings darum, wie die Schule nach dem coronabedingten Lockdown nun wieder zu einem möglichst normalen Schulalltag zurückfinden wird. Der Lockdown hat bei Schülern Spuren hinterlassen, berichtete Sabine Schreiber. Der Betreuungsbedarf sei insbesondere nach dem zweiten Lockdown angestiegen. Innerfamiliäre Konflikte bis hin zu Trennungen und Scheidungen hätten in den Zeiten, als die Familien notgedrungen enger zusammengerückt waren, zugenommen. Die Kinder müssten dies erst verarbeiten und würden ihre Probleme auch in den Schulalltag mitbringen. Vor allem Respektlosigkeit greife zurzeit um sich, sagte Schreiber. Die weitere sozialpädagogische Betreuung schwieriger Kinder sah Bürgermeister Franz Uoma eigentlich als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an, die dann auch über das Schulministerium finanziert werden sollte und nicht vom Sachaufwandsträger, also der Gemeinde. Dennoch werde sich Marktleugast hier nicht aus der Verantwortung stehlen, sagte er zu. In Marktleugast würden derzeit 96 Kinder in der Grundschule und 44 in der Mittelschule beschult, teilte Rektorin Marx mit.

Zweimal pro Woche testen sich die Schüler selbst auf eventuelle Infektionen; lediglich zwei Schüler würden dies verweigern. Diese würden aber erst mit ärztlichem Attest zum Präsenzunterricht zugelassen. Bisher gab es an der Schule aber keinen einzigen positiven Fall, betonte Konrektorin Tanja Herold.

233 000 Euro wurden für die Digitalisierung ausgegeben. Unter anderem sieben interaktive Großbildmonitore (86-Zoll- Touchscreens) haben die altehrwürdigen Tafeln ersetzt. Sie funktionieren vergleichbar wie Tablets - ohne Beamer wie bei den Whiteboards. klk