Der Vorstand des VfB Kulmbach hat eine Vision: Zum 100. Vereinsjubiläum im Jahr 2028 will der "Metzdorfer" Sportverein in der Stadt ganz oben stehen. Er wurde bei der Mitgliederversammlung mit einer Ausnahme einstimmig bestätigt: Für Mathias Kodisch, den bisherigen Vorstand Fußball, wurde Manuel Kreul neu gewählt, der bislang als Vorstand für die Liegenschaften zuständig war. Sein Nachfolger wurde Christoph Bauer - die Vorstandsämter für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Turnen und Finanzen blieben bei Mario Ramming, Petra Merkel und Matthias Kratzel.

Sportliche Erfolgswelle

Mario Ramming ging auf das derzeitige Vereinsgeschehen ein. Sportlich schwebe die Erste Mannschaft derzeit auf einer Erfolgswelle, musste aber beim Spitzenspiel in Motschenbach eine Niederlage hinnehmen.

Ramming nannte fünf Säulen, die seiner Meinung nach beim VfB eine erfolgreiche Entwicklung einleiteten: "Da ist als Erstes unsere Führungsstruktur. Wir haben die Vereinsarbeit in verschiedene Bereiche aufgeteilt, mit gleichwertigen Vorstandsmitgliedern, die alle einen eigenverantwortlichen Bereich haben." Daneben nannte Ramming den aktuellen Kader der Fußballmannschaften: "Wir haben haben im letzten Jahr viele Spieler aus dem Nachwuchsbereich integrieren können, und es sind auch noch erfahrene Spieler an Bord." Mit Klaus Eichhorn hat der VfB derzeit einen Trainer, der zum Kader passe: "Umso mehr freute es mich, dass er bis zum Ende der Saison unser Trainer ist."

Auch im Nachwuchsbereich ist der VfB strategisch vorgegangen und hat eine Trennung zwischen Kinder- und Jugendfußball vorgenommen. Mario Ramming: "Im Kinderfußball kommt es auf den Spaß an. Ab der B-Jugend aufwärts muss der Fokus auf der Ausbildung liegen." Um das zu gewährleisten, wurden im Verein auch Trainer ausgebildet, die die Jugendfußballer entsprechend schulen können. Im Moment ist der VfB im Nachwuchsbereich komplett eigenständig. Was aber für eine erfolgreiche Vereinsarbeit ebenso wichtig sei, dafür nannte Mario Ramming Visionen: "Wir wollen den Verein bis 2028 auf ein neues Level heben, beschränken uns aber nicht nur auf den Fußballbereich, sondern wollen auch den Turnbereich zukunftsorientiert aufstellen."

Dazu stellte Siegfried Höhler den Rehabilitationssport vor: "Wir möchten die Gesundheit fördern. Deshalb bieten wir künftig Rehasport für orthopädische Behinderungen an. Der Gesetzgeber hat die Probleme und Risiken einer Bevölkerungsgruppe, die in Gefahr einer Behinderung ist, erkannt und hierfür ein für die gesetzlichen Kassen verbindliches Gesetz verabschiedet." Die ergänzende Rahmenvereinbarung zwischen Verbänden und Kassen definiert, wie Siegfried Höhler deutlich machte, den Rehasport für Menschen, die aufgrund von Beschwerden nicht mehr am Vereinstraining teilnehmen, ins Fitnessstudio gehen oder selbstständig joggen können: "Sie bedürfen eines gesonderten Programms, damit sie langfristig und nachhaltig an das Sporttreiben herangeführt werden. Das Rezept Rehasport kann nur von einem Arzt verschrieben werden und umfasst 50 Einheiten, die innerhalb von 18 Monaten erbracht werden können. Werner Reißaus