Konstant ist der Mitgliederstand beim SPD-Ortsverein Teuschnitz, berichtete Vorsitzender Christof Körner in der Jahreshauptversammlung. Körner sprach sein Bedauern darüber aus, dass der einzige Supermarkt in Teuschnitz geschlossen worden ist. Für ältere Bürgerinnen und Bürger sei so der Weg zu Dingen des täglichen Bedarfs noch beschwerlicher. Besonders erinnerte er in der Versammlung an den im November verstorbenen Harald Fehn, ein Urgestein der Sozialdemokratie.
Das Thema "Arnika" sei in der Bevölkerung noch immer nicht richtig angekommen, so Körner. Es sei sehr viel Geld dafür in die Hand genommen worden. Ob sich diese Investition und der Aufwand lohne, werde sich zeigen. Der Straßenbau hingegen sei für die Stadt bei der derzeit angewandten Straßenausbausatzung überhaupt kein Problem. Das Mehr an Kosten trage der Bürger. Körner stellte auch die Frage in den Raum, ob ein hauptamtlicher Bürgermeister bei einem guten geschäftsführenden Beamten vonnöten sei. Auch betonte er, dass das Bürgermeisteramt nicht nur die Belange der Mehrheit zu bedienen habe, sondern die Belange aller Bürger. Auch die Stadträte sollten nach eigener Fasson abstimmen und sich keinem Fraktionszwang beugen. Entscheidungen würden zwar im Rathaus getroffen, aber die Politik müsse auf der Straße direkt mit den Bürgern gemacht werden.
Kreisrat Richard Rauh stimmte Körner zu und mahnte an, dass nur durch Überzeugungsarbeit Stimmen gewonnen werden können. Andererseits müsse zwingend eine andere Meinung akzeptiert werden. Der demographische Wandel sei mit einem "Leuchtturmprojekt" nicht aufzuhalten. Auch eine Ortssanierung ohne Augenmerk auf eine passende Infrastruktur hält er für ein wenig aussichtsreiches Unterfangen.
Der Wechsel an der Parteispitze habe der SPD sehr gut getan. Es müsse sich an der Gesamtsituation etwas grundlegend verändern, so Rauh. Es könne nicht sein, dass Vollzeitarbeitnehmer Stütze beantragen müssen, dass Großkonzerne weniger Steuern zahlen als der Normalbürger, dass Banken saniert werden und Schulen und Straßen verrotten. Auch "Industrie 4.0" sei nur tragbar, wenn deswegen nicht weniger Bürger in Brot und Lohn stehen. Die Güter, die produziert werden, müssten auch konsumiert werden.
Die Fachoberschule am Rennsteig ziehe ab September diesen Jahres nach Kronach auf das Gelände des Löwe Campus um. Man hoffe jetzt auf viele Anmeldungen.
Richard Rauh freute sich, verdiente Sozialdemokraten ehren zur dürfen. Er ehrte Ralf Neubauer für 25 Jahre sowie Wolfgang Neubauer, Bernhard Jakob, Udo Srocka und Robert Funk für 40 Jahre Treue zur Partei. Rauh dankte den Jubilaren für ihren unermüdlichen Einsatz. red